Inzwischen hätten die Golf-Airlines "wieder alles in der Luft" und agierten mit Kampfpreisen, sagte Spohr. Dies ziele vor allem auf preisempfindliche Privatkunden, während die Geschäftskunden weiterhin die Direktverbindungen bevorzugten. Viele Firmen untersagten ihren Managern auch Zwischenlandungen am Golf.
Wachstum auf der Langstrecke
Perspektivisch will der Lufthansa-Konzern vor allem auf der Langstrecke wachsen. Derzeit werde eine weitere Reduzierung des Europaangebots um ein Prozent geprüft. Im laufenden Jahr soll das Gesamtangebot stagnieren, nachdem der Vorstand ursprünglich ein Wachstum von bis zu 4 Prozent angekündigt hatte.
Im Zuge der Streiks hatte der Konzern die Regionaltochter Lufthansa Cityline früher eingestellt als zunächst geplant und damit rund 20.000 Europaflüge im Sommerflugplan gestrichen. Konzernweit sank die Zahl der Fluggäste auch deshalb um vier Prozent auf 35,6 Millionen.
Der Quartalsumsatz kletterte dennoch um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich brach der Überschuss auch wegen eines positiven Steuereffekts aus dem Vorjahr und aktueller Belastungen um 88 Prozent auf 123 Millionen Euro ein.