Wenn es um Bildungs- und Chancengerechtigkeit, die ohnehin nicht Deutschlands Steckenpferd ist, geht, soll von der Regierungskoalition Schwarz-Rot nun der Rotstift angesetzt werden. Dabei ist eine Bafög-Reform mehr als überfällig, eigentlich noch eine viel weitergehende als lediglich eine Anpassung der Wohnkostenpauschale. Denn so richtig gut funktioniert die Ausbildungsförderung für bedürftige junge Menschen nicht. Aber selbst die Mini-Reform droht zu scheitern. Stattdessen empfiehlt Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), neben dem Studium zu jobben. Ein Nebenjob kann hilfreich und lehrreich sein, mit Sicherheit. Bloß: Die Hinzuverdienstgrenze für Bafög-Bezieher ist an die Minijobgrenze gekoppelt. Ein teures WG-Zimmer in München ist damit noch lange nicht finanziert.