Piastri und Norris drückten nun mächtig aufs Tempo, sie mussten Zeit rausfahren, weil beide noch zweimal die Reifen wechseln mussten. Aus Sicherheitsgründen wurde der Einsatz der Reifen auf 25 Runden limitiert, 57 waren zu fahren. Nach 24 Runden rief McLaren Piastri an die Box, Norris fuhr noch eine mehr.
Die beiden Stallrivalen reihten sich danach auf den Rängen vier (Piastri) und fünf (Norris) ein. Neuer Führender war Verstappen, der schon vor einer Woche in Las Vegas gewonnen und dank der Disqualifikation beider McLaren wegen eines technischen Regelverstoßes den Rückstand im Klassement weiter verkürzt hatte.
Verstappen lag mal über 100 Punkte zurück
Wohlgemerkt: Verstappen hatte nach seinem Heimrennen in Zandvoort 104 Punkte Rückstand auf Platz eins. "Ich habe damals gedacht, ich habe ausgecheckt aus dem WM-Kampf", erinnerte er sich in Katar. Als Erster absolvierte er den zweiten Reifenwechsel und reihte sich ein hinter Piastri und Norris, der dann auch kurz von der Strecke abkam und einen Schaden an seinem Wagen befürchtete. Zeigte er doch wieder Nerven?
Verstappen - ohnehin einen Boxenstopp im Vorteil - kam von hinten auch näher. Die Boxenfunk-Frequenz bei McLaren war nun hoch. Kein gutes Zeichen. Piastri ging auf Attackemodus und ließ den zweiten Reifensatz aufziehen, Norris blieb noch ein bisschen länger draußen.
Als Fünfter kam der WM-Führende mit frischen Reifen dann wieder auf die Strecke, der nächste Rückschlag im Titelrennen nahm weiter Formen an. Vorn brachte Verstappen den Sieg sicher ins Ziel, Piastri kam nicht mehr entscheidend näher. Norris schaffte es zwar noch an Antonelli vorbei, verpasste aber einen Podiumsplatz.