Frankenwald CSU Klaus Löffler will Landrat bleiben

Veronika Schadeck

Mit einem Traumergebnis schickt die CSU den Steinbacher als Spitzenkandidaten in die Landratswahl.

Freuen sich über das nahezu einstimmige Votum (von Links): die Bundes- und Landtagsabgeordneten Jonas Geissler und Jürgen Baumgärtner, Silke und Klaus Löffler, Markus Wich, Büroleiter des Landrats, und Kreistags-Fraktionschef Bernd Liebhardt. Foto: /Veronika Schadeck

Am Sonntag, 25. September, findet im Landkreis Kronach die Landratswahl statt. Landrat Klaus Löffler tritt erneut zur Wahl an. Mit stehenden und lang anhaltenden Ovationen wurde er am Donnerstagabend in der Rennsteighalle in Steinbach am Wald von den Delegierten zum CSU-Landratskandidaten gekürt. Er erhielt 101 von 102 gültigen Stimmen.

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Die Weiterentwicklung des Landkreises mit den Themen Bildung, Gesundheit, Soziales, Digitalisierung und die Unterstützung der Unternehmen sind einige Schwerpunkte seiner Agenda. Das auf den Weg Gebrachte sichtbar zu machen, gehört auch dazu. Dabei setzt er weiterhin auf die Unterstützung der Bürger, Vereine und Verbände, auf ein gutes Miteinander mit den Kommunen und im Kreistag über Parteigrenzen hinweg. Denn, so sagte er, das habe sich bewährt und nur so könnten die Herausforderungen bewältigt werden.

Seine Rede war von Leidenschaft und Emotionen geprägt. Man merkte: Klaus Löffler lebt für diesen Landkreis und seine Menschen. Er weiß um die Herausforderungen und ist zuversichtlich, diese gemeinsam bewältigen zu können.

Große Herausforderungen

Kaum war Klaus Löffler im Herbst 2016 zum Landrat gewählt, da musste die erste Flüchtlingskrise bewältigt werden. Es folgten Diskussionen um einen möglichen Nationalpark, die Corona-Pandemie und nun der Ukrainekrieg, der eine Energiekrise und erneut eine Flüchtlingsbewegung auslöste. „Bei allen Kontroversen kann ich sagen: Wir haben und wir werden die Herausforderungen im Landkreis gemeinsam lösen!“

Er dankte seiner Familie und seiner Frau Silke, die ihn in „bewegten Zeiten“ unterstützt hat. Er erinnerte an sein Vorbild, seinen mittlerweile verstorbenen Vater Hans, der ihm gesagt hatte: „Du weißt, wo du herkommst. Wenn du die Möglichkeit hast, dich für Menschen einzusetzen, dann mache das.“ Danach möchte er auch weiterhin sein Handeln ausrichten.

Die Ziele von Klaus Löffler sind immens: der Erhalt der Geburtshilfe im Landkreis Kronach mit der Einrichtung einer Hebammenpraxis im Lucas-Cranach-Campus, der Teilneubau der Frankenwaldklinik und der Ausbau des medizinischen Portfolios in Abstimmung mit den Nachbarkliniken und der Ausbau von Wohnraumangebot für alle gesellschaftlichen Schichten. In diesem Zusammenhang erwähnte er den Rückkauf der KWG-Wohnungen.

Investitionen in die Schulen

Weitere Themen sind für ihn die Stärkung der Sozialarbeit, die Schaffung von mehr Barrierefreiheit in öffentlichen Einrichtungen und von Betreuungseinrichtungen für Kinder und Senioren. Er wies zudem auf die erstmalige Aufstellung eines Hochbaurahmenplans im Landkreis hin, sprach von Investitionen in die Berufsschule, ins Schulzentrum und in die Erwachsenenbildung. In die Digitalisierung an den Schulen werden rund zwei Millionen Euro investiert. Der Lucas-Cranach-Campus soll zu einer Plattform der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und schulischer Bildung werden. Nicht nur die Industrie, auch das Handwerk soll davon profitieren.

Den Spatenstich für das nahezu 50 Jahre alte Projekt „B 173“ bezeichnete er als eine Maßnahme, die für den Lebens- und Wirtschaftsraum „Landkreis Kronach“ von eminenter Bedeutung ist. Auch hob er den Personennahverkehr mit dem Mobilitätskonzept hervor, mit dem Direktverbindungen in die Landkreise Coburg und Hof geschaffen wurden.

Greifbar, fleißig und zuverlässig

Vor der Abstimmung erinnerte der Vorsitzende der Frankenwald-CSU, Jürgen Baumgärtner, an das Jahr 2015. Damals habe sich die Partei mit der Findung eines Landratskandidaten beschäftigt. Auf einem Bierdeckel habe er festgehalten, welche Wünsche die Bürger geäußert haben. Baumgärtner las einige vor. Da war unter anderem vom vierspurigen Ausbau der B 173 die Rede. Von einer greifbaren, fleißigen und zuverlässigen Persönlichkeit mit Führungsqualitäten, die die Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinaus pflegt, die Brücken bauen kann und sich mit allen gesellschaftlichen Gruppierungen auseinandersetzt. „Ich war und ich bin überzeugt, dass Klaus Löffler dafür die richtige Person ist!“

Zugleich mahnte Baumgärtner: „Wir dürfen nicht überheblich und arrogant werden!“ Die Menschen müssen das Gespür haben, dass Landrat Klaus Löffler und die Frankenwald-CSU mit ihnen gemeinsam die Region gestalten wolle. Damit traf er den Nerv von Klaus Löffler: „Wie wir unsere Heimat übernommen haben, ist nicht unser Verdienst, wie wir sie übergeben, liegt aber in unserer Verantwortung!“