Frankenwaldklinik Moderne Medizin mit Herz

Veronika Schadeck
Eindrucksvoll waren die Erläuterungen des Chefarztes der Kardiologie, Mudather Gailani (links). Mit im Bild: Stefan Wicklein, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag und Klinikbeirat, Grünen-Kreisrat Peter Witton, CSU-Bundestagsabgeordneter und Klinikbeirat Jonas Geissler sowie CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Bernd Liebhardt. Foto: Veronika Schadeck

3,6 Millionen Euro fließen in ein zweites Herzkatheterlabor in der Frankenwaldklinik. Auch die Kooperation mit der Praxis Brühl-Singh bleibt bestehen.

Mit einem zweiten Herzkatheterlabor wird die kardiologische Abteilung der Helios Frankenwaldklinik in Kronach verstärkt. Es wurden in direkter Nachbarschaft zu zentraler Notaufnahme, Radiologie und OP-Bereich moderne, zukunftsfähige und effiziente Strukturen für die internistische Funktionsdiagnostik geschaffen (die NP  berichtete).

Wie der Chefarzt der Kardiologie, Mudather Gailani, bei der Vorstellung der Räume erklärte, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutschlandweit immer noch die häufigste Todesursache. Im Herzkatheterlabor (HKL) werden Untersuchungen der Herzkranzgefäße mittels Katheter durchgeführt. Dies könne beispielsweise bei einem Herzinfarkt, koronarer Herzkrankheit, angeborenem Herzfehler oder einer Herzmuskelerkrankung notwendig sein. Sobald das menschliche Herz von Durchblutungsstörungen betroffen sei, muss es möglichst schnell behandelt werden. Bei einem Herzinfarkt zähle jede Sekunde.

Angebote nun vereint

Durch den Umzug und die Etablierung eines zweiten HKL seien nun die medizinischen Angebote des kardiologischen Fachbereichs vereint und auf schnellstem Wege zugänglich. Das könne im Klinikalltag entscheidend sein, wenn beispielsweise während eines planmäßigen Eingriffs ein Notfall eintritt.

Wie der Geschäftsführer der Helios Frankenwaldklinik, Georg Thiessen, erläuterte, war der Bedarf für die neuen modernen Untersuchungs- und Behandlungsräume aufgrund der hohen Auslastung der Klinik gegeben. Vor zwei Jahren wurde die Entscheidung getroffen, in ein weiteres Herzkatheterlabor zu investieren. Mit der Kapazitätserweiterung stelle sich die Helios Frankenwaldklinik auf die bereits heute absehbaren Ansprüche der Region ein. „Durch die künftig steigende Anzahl älterer Patienten und die immer komplexeren Möglichkeiten der Herzuntersuchungen ist die 3,6-Millionen-Euro-Investition zukunftsweisend.“ Mit dem zweiten Herzkatheterlabor würden nicht nur Wartezeiten verkürzt, sondern es würde auch mehr Flexibilität bei Notfällen ermöglicht.

Gute Zusammenarbeit

Thiessen wies darauf hin, dass die direkt neben der Klinik praktizierenden Kardiologen Dr. Gerhard Brühl und Dr. Achim Singh weiterhin ein eigenes Herzkatheterlabor in der Klinik betreiben. Er betonte die gute Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch. In der nächsten Zeit solle ein neuer Kooperationsvertrag abgeschlossen werden. Durch die Verzahnung von ambulanten und stationären Angeboten könne die Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nochmals verbessert werden. In diesem Zusammenhang dankte er Landrat Klaus Löffler, der die Intensivierung der Zusammenarbeit vorangetrieben habe.

Insgesamt dauerten die Umbaumaßnahmen und die Erweiterung des Herzkatheterlabors rund ein Jahr. Thiessen beteuerte, dass man bei den beauftragten Baufirmen Wert darauf gelegt habe, dass diese möglichst aus dem Landkreis kamen. Sein Dank galt dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie der Regierung von Oberfranken, die dieses Projekt mit rund zwei Millionen Euro unterstützt haben.

Technologische Modernisierung

Gailani und sein Team freuen sich besonders über die technologische Modernisierung des kardiologischen Fachbereichs. So finde Gailanis Nachfolger Mohmmad Hamadneh beste Untersuchungsbedingungen vor.

Unter den Gästen war auch der CSU-Bundestagsabgeordnete und Klinikbeirat Jonas Geissler. Er sprach von einem „tollen Team“ und dankte Ärzten, Pflegern und dem Klinikpersonal für ihre großartigen Leistungen für die Patienten. Die kirchliche Weihe nahm Klinikseelsorger Anton Heinz vor.

 

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