Polizeieinsatz in Burgkunstadt SEK rückt bei Familienstreit an

Nach wiederholten Streitigkeiten in einem Mehrfamilienhaus im Landkreis Lichtenfels greift in der Nacht auf Mittwoch das Spezialeinsatzkommando ein. Ein 47-Jähriger hält ein Messer in der Hand und befindet sich in einem Ausnahmezustand.

Beim Eintreffen der ersten Streife drangen Schreie aus der Wohnung im ersten Obergeschoss. Foto: Archiv (Symbolbild)

Bereits mehrfach musste wegen Streitigkeiten zwischen einem 47-jährigen Deutschen und seiner 29-jährigen deutschen Lebensgefährtin in den vergangenen Tagen die Polizei in dem Mehrfamilienhaus in Burgkunstadt anrücken. Am Dienstagabend gegen 21.45 Uhr meldete ein Hausbewohner eine weitere heftige Auseinandersetzung, berichtet die das Polizeipräsidium Oberfranken am Mittwochmorgen.

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Beim Eintreffen der ersten Streife hörten die Beamten Schreie aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Die Einsatzkräfte öffneten die Wohnungstür gewaltsam und trafen auf den 47-Jährigen, der ein Küchenmesser in der Hand hielt. Der Mann stand offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und reagierte nicht auf wiederholte Aufforderungen, das Messer abzulegen.

Ermittlungen wegen Bedrohung

In der Wohnung befand sich auch die Lebensgefährtin des Mannes. Sie solidarisierte sich zeitweise mit ihm und weigerte sich trotz mehrfacher Aufforderung, die Wohnung zu verlassen.

Gegen Mitternacht erfolgte dann der Zugriff durch Kräfte des SEK. Die Einsatzkräfte überwältigten und fixierten beide Personen. Die 29-Jährige verlor jedoch kurzzeitig das Bewusstsein und benötigte eine medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst. Beide kamen im Anschluss jeweils in ein Bezirkskrankenhaus. Die Polizeiinspektion Lichtenfels ermittelt gegen den 47-Jährigen nun unter anderem wegen Bedrohung.