Frau in Lebensgefahr 74-Jähriger soll am Unfall bei Weidhausen schuld sein

Seit dem schweren Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag zwischen Weidhausen und dem Michelauer Ortsteil Lettenreuth schwebt eine 57-Jährige in Lebensgefahr. Nun gibt die Polizei neue Erkenntnisse bekannt.

An der Landkreisgrenze zwischen Coburg und Lichtenfels spielten sich am Dienstag schreckliche Szenen ab. Zwei Autos waren frontal ineinander gekracht. Foto: News5/Ferdinand Merzbach

Eine 57-jährige Frau schwebt seit dem frühen Dienstagnachmittag in Lebensgefahr. Nach den neusten Erkenntnissen der Ermittler lag die Hauptschuld für den schrecklichen Unfall beim 74-jährigen Mercedes-Fahrer, der nur leichte Verletzungen davontrug.

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Stundenlang war die Staatsstraße 2191 zwischen Weidhausen und dem Michelauer Ortsteil Lettenreuth (Landkreis Lichtenfels) gesperrt. Nicht nur wegen der Aufräumarbeiten der Rettungskräfte. Die Staatsanwaltschaft Coburg schaltete nach dem Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge einen Sachverständigen ein, der den Unfallort inspizierte.

Polizei spricht von „missglücktem Überholversuch“

Bereits am Mittwoch hat die Polizei neue Erkenntnisse bekannt gegeben. Demnach sei ein „missglückter Überholversuch“ des 74-Jährigen am Dienstag gegen 13.15 Uhr der Auslöser gewesen, dass die 57-Jährige im Kleinwagen nun mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus liegt.

„Es ist davon auszugehen, dass er es nicht mehr schaffte, vor einem Lkw einzuscheren und deshalb frontal mit der entgegenkommenden 57-Jährigen im Citroen kollidierte“, gibt das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth bekannt. Der Gesundheitszustand der Frau sei weiterhin „kritisch“, wird berichtet.

An den Fahrzeugen entstand Totalschaden, den die Polizei auf rund 110.000 Euro schätzt. Die Straße war insgesamt knapp sechs Stunden gesperrt.