French Open Krawietz-Duell gegen seinen Trainer platzt

Muss in Paris doch nicht gegen seinen Trainer antreten: Kevin Krawietz. Foto: imago/GEPA pictures/Patrick Steiner

Julian Knowle scheitert mit dem Niederländer David Pel in der ersten Runde der French Open. Nun müssen der Titelverteidiger und Tecau gegen das Siegerteam Lu/Nishioka antreten.

Paris/Witzmannsberg - Es hatte sich bei den French Open ein Kuriosum angebahnt. Im Doppel hätten Titelverteidiger Kevin Krawietz aus Ahorn-Witzmannsberg und sein rumänischer Interimspartner Horia Tecau in der zweiten Runde auf ihren eigenen Trainer treffen können. Denn der 47-jährige Österreicher Julian Knowle, der aktuell zwar nicht mehr in der Weltrangliste gelistet ist, aber noch ein geschütztes Ranking aus glanzvollen früheren Jahren besitzt, wollte es noch einmal wissen: Der US-Open-Sieger von 2007 trat mit dem 29-jährigen Niederländer David Pel (WRL-85.) am Mittwoch anstelle von John Millman (31 Jahre, Australien, 250.)/Thiago Monteiro (27, Brasilien, 194.) an, die kurzfristig zurückgezogen hatten.

Klarer 6:4, 6:1-Erfolg

Allerdings waren sie gegen die japanisch-taiwanesische Kombination Yoshihito Nishioka (25, 408.)/Yen-Hsun Lu (37, ohne Ranking) beim 4:6 und 1:6 chancenlos. Somit müssen nun der 29-jährige Wahl-Münchner Krawietz (Doppel-WRL-16.) und der 36-jährige Tecau (23.), der den am Knie operierten Kölner Andreas Mies vertritt, am Freitag gegen Nishioka und Lu um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen.

Eine Warnung

„Das war natürlich schon lustig, dass Julian heute angetreten ist. Und er hat mit seinem Partner besser gespielt, als es das Ergebnis vielleicht ausdrückt“, stellte Krawietz direkt danach im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Die gute Leistung der Sieger sieht er als Warnung für sich und Tecau, denn sie selbst haben die zweite Runde nur mit einem mühsamen 6:3, 3:6, 7:6 (7:5)-Sieg gegen die Außenseiter Gonzalo Escobar (32, Ecuador, 49.) und Ariel Behar (31, Uruguay, 51.) erreicht. „Wir müssen in jeder Runde fokussiert sein.“

Autor

 

Bilder