Frost Polnische Züge versagen in Bayern

Stillstand: Der Frost bremste Züge aus. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Wenn der Diesel sulzt – was Autofahrer vor Probleme stellt, macht auch der Bahn zu schaffen.

Marktredwitz/Kempten - Der strenge Winter bereitet der Bahn nach wie vor massive Probleme. Nicht die Schneemenge auf den Gleisen, sondern der extrem Frost hat am Wochenende zu Zugausfällen im Allgäu geführt. Einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn zufolge waren nur die Strecken zwischen München und Kempten sowie zwischen Immenstadt und Oberstdorf betroffen. Medienberichten zufolge waren nicht alle Dieselzüge betroffen, sondern nur die Fahrzeuge aus polnischer Produktion des Herstellers Pesa, die DB Regio seit Dezember im Allgäu einsetzt. Wie aus Eisenbahnerkreisen bekannt wurde, soll der Diesel wegen zu schlecht isolierter Kraftstoffleitungen versulzen. Bei der Bahn verwendet man – wie für Straßenfahrzeuge – Winterdiesel. Die anderen Diesel-Triebwagen der Bahn rollen damit problemlos im Allgäu.

Die ausgefallenen polnischen Triebwagen sollten nach den ursprünglichen Plänen der Länderbahn seit 2014 auch in Nordostbayern fahren, und zwar in der Flotte der Oberpfalzbahn zwischen Marktredwitz und Regensburg sowie zwischen Hof, Asch, Eger und Marktredwitz. Weil der Hersteller Pesa damals keine Zulassung der Fahrzeuge für Deutschland erwirken konnte, kündigte die Länderbahn den Vertrag und bestellte Triebwagen beim französischen Konkurrenten Alstom.

 
 

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