Blankes Entsetzen herrschte in den deutschen Wohnzimmern und auf den Fanmeilen des Landes, als sich die DFB-Elf von der großen WM-Bühne verabschieden musste. Um etwa 1 Uhr mitteleuropäischer Zeit in der Nacht zum Dienstag zerplatzten die Titelträume der Fans wie Seifenblasen. Jonathan Tah jagte in Boston den finalen Schuss im Elfmeterschießen derart weit übers Tor, dass es sinnbildlich war für einen albtraumhaften Abend der deutschen Mannschaft. Underdog Paraguay, spielerisch zwar limitiert, kämpferisch jedoch eine Klasse für sich, machte den deutschen Dreiklang der Enttäuschungen perfekt. Bei der dritten WM in Folge scheitert Deutschland frühzeitig – wieder jubeln die Gegner, diesmal aus Südamerika.