Fußball-Landesliga Coburg gewinnt Derby 6:4

Kraftvoller Einsatz: Coburgs Tevin Mc Cullough (links) setzt sich in der ersten Halbzeit des Landesliga-Derbys durch. Foto: Hartmut Guhling

Im Eröffnungsspiel der Fußball-Landesliga Nordwest zwischen dem FC Coburg und Aufsteiger TSV Mönchröden sorgen löchrige Abwehrreihen für eine torreiche Auseinandersetzung. Der 6:4-(2:4)-Sieg der Gastgeber vor 1200 Zuschauern ist unterm Strich verdient.

Der FC Coburg und der TSV Mönchröden haben am Freitagabend die neue Saison in der Fußball-Landesliga Nordwest mit einer torreichen Begegnung eröffnet. Vor rund 1200 Zuschauern im Dr.-Stocke-Stadion setzten sich die Gastgeber mit 6:4 (2:4) durch. Das Duell war von sehenswerten Offensivaktionen, aber auch von überaus löchrigen Abwehrreihen geprägt.

Das mit Spannung erwartete Derby zwischen den Vestestädtern und dem Aufsteiger aus Rödental begann ohne großes Abtasten. Beide Mannschaften attackierten früh, wollten den Gegner zu Fehlern zwingen. Die „Mönche“ nutzten nach neun Minuten eine Unsicherheit in der FCC-Abwehr zum 0:1 durch Lukas Köhn. Der Jubel der Gästefans war kaum abgeklungen, da klingelte es im Kasten des TSV. Auf Vorarbeit von Tevin Mc Cullough vollstreckte Aykut Civelek nur zwei Minuten später zum 1:1.

Lupenreiner Hattrick von Göhring

Coburg hatte jetzt kurzzeitig Oberwasser und legte in der 17. Minute nach, als Neuzugang Tayfun Özdemir den Ball aus gut 20 Metern zum 2:1 im langen Eck versenkte. Aber auch diesmal währte die Freude nur kurz, denn Mönchröden kam sieben Minuten später durch Louis Göhring zum 2:2. Kurz danach verhinderte die Latte den Führungstreffer des Aufsteigers, der nun den Respekt vollends ablegte und durch einen Doppelschlag von Göhring innerhalb von 60 Sekunden auf 2:4 stellte. Der Hattrick des Mönchrödener Torjägers war ein lupenreiner. Der FCC war sichtlich geschockt und sehnte die Pause herbei, um neue Kräfte zu tanken.

Spiel in sieben Minuten gedreht

FCC-Trainer Lars Müller wechselte zwei Mal aus, brachte Rene Knie für Mc Cullough und Elias Müller für Tim Oikonomides. Das Team kam mit Elan aus der Kabine und überwand die TSV-Defensive um Torwart Jonas Köhn innerhalb von sieben Minuten drei Mal. Es trafen zwei weitere Neuzugänge: Erst gelang Jonas Kirchner der 3:4-Anschlusstreffer, dann erzielte Norik Höhn das 4:4 und 5:4 – Spiel gedreht. In der Folge beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen des Dr.-Stocke-Stadions. Der FCC versuchte, die Partie zu kontrollieren und seinen knappen Vorsprung zu verteidigen. Mönchröden ließ nicht locker, tat sich nun aber immer schwerer gegen die sehr defensiv stehenden Vestekicker. Torchancen blieben Mangelware.

Civelek macht Deckel drauf

So lief die Uhr gegen den Liganeuling, der am Ende trotz des mutigen Auftritts mit leeren Händen nach Hause fahren musste. Aykut Civelek war es, der mit dem 6:4 drei Minuten vor dem Abpfiff den Deckel drauf machte.

Statistik

FC Coburg: Luis Krempel – Eric Heinze (70. Sergen Dinc), Aykut Civelek, Jonas Kirchner, Tevin Mc Cullough (46. Rene Knie), Tim Oikonomides (46. Elias Müller), Sertan Sener (88. Daniel Sam), Norik Höhn 80. Ricardo König), Gökhan Sener, Davide Dilauro, Tayfun Özdemir.

TSV Mönchröden: Jonas Köhn – Fridolin Engel (61. Tolga Jungkunz), Kevin Hartmann (78. Paul Pleiner), Florian Biemann, Louis Göhring, Domenic Lauerbach, Deren Ciray (84. Jannik Späth), Nick Beichel, Leonhard Scheler, Niklas Ehrlich, Lukas Köhn.

Schiedsrichter: Maximilian Ziegler (Lindach). – Zuschauer: 1200.

Tore: 0:1 Lukas Köhn (9.), 1:1 Aykut Civelek (11.), 2:1 Tayfun Özedemir (17.), 2:2 Louis Göhring (24.), 2:3 Louis Göhring (31.), 2:4 Louis Göhring (32.), 3:4 Jonas Kirchner (52.), 4:4 Norik Höhn (54.), 5:4 Norik Höhn (59.), 6:4 Aykut Civelek (87.).

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