Fußball-Landesliga-Livestreams Coburg hofft auf Fuchsstadter Patzer

Coburgs Torjäger Aykut Civelek (rechts, hier im Spiel in Gochsheim) peilt mit seinem Team den zehnten Heimsieg an. Foto: Hartmut Guhling

Während Verfolger FC Coburg in der Fußball-Landesliga als Favorit gegen Lengfeld aufläuft, hat der Spitzenreiter eine harte Nuss zu knacken. Der SV Friesen will beim Schlusslicht FC Sand nachlegen, der TSV Mönchröden mit seinem Gastgeber DJK Dampfach gleichziehen.

Im Fernduell um den Platz an der Sonne in der Fußball-Landesliga Nordwest zwischen dem Tabellenzweiten FC Coburg und Spitzenreiter FC Fuchsstadt (beide 44 Punkte) haben die Vestekicker am 21. Spieltag die vermeintlich leichtere Aufgabe. Sie empfangen am Samstag um 14 Uhr den abstiegsgefährdeten TSV Lengfeld. Fuchsstadt steht gleichzeitig bei Vatan Spor Aschaffenburg vor einem echten Härtetest, die Gastgeber wollen nach ihrem überraschenden 1:0-Erfolg beim FC Lichtenfels in diesem Unterfrankenderby nachlegen. Der SV Friesen möchte am Samstag um 14 Uhr beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Sand auf der Überholspur bleiben und im Aufsteiger-Duell kann der TSV Mönchröden am Sonntag um 14 Uhr mit einem Sieg bei der DJK Dampfach nach Punkten mit den Gastgebern gleichziehen.

FC Coburg (2. Platz; 44 Punkte) – TSV Lengfeld (16.; 15 Punkte)

Die Coburger haben bei ihrem jüngsten 3:2-Zittersieg im Derby beim TSV Mönchröden nach einer verdienten 2:0-Führung zur Halbzeit den Zugriff auf die vehement anrennenden „Mönche“ verloren. Doch als der FC während deren Aufholjagd dem Abgrund entgegenzutaumeln schien, dokumentierten die Vestekicker, dass sie inzwischen auch rustikale Mittel wirkungsvoll anzuwenden vermögen. Im Endspurt setzten sie die Rödentaler dank der individuellen Klasse ihrer Führungsspieler und ihrer eingewechselten Akteure schachmatt.

„Mit dem TSV Lengfeld haben wir einen Gegner vor der Brust, bei dem die Formkurve in den letzten vier Spielen mit einer Ausbeute von acht Punkten deutlich nach oben zeigte. Gerade der Heimsieg vor zwei Wochen gegen Vatan Spor Aschaffenburg lässt aufhorchen und zeigt, dass unsere Mannschaft auch heute wieder alles aufbieten muss, um die drei Punkte in Coburg zu behalten“, gibt der Sportliche Leiter Christian Tremel zu bedenken. Trotzdem ist sein Team eindeutig Favorit und hat im zehnten Saison-Heimspiel den zehnten Dreierpack im Dr.-Stocke-Stadion zum Ziel. Im Hinspiel bei den Rand-Würzburgern erwischte Coburg eine Sternstunde und erteilte diesen mit einem 7:2-Triumph eine regelrechte Lektion. Es ist damit zu rechnen, dass Gästetrainer Okan Delihasan seine Truppe im Rückspiel mit strikter Defensivorder auflaufen lässt.

Bei den Hausherren muss man sehen, wie Tayfun Özdemir und Sertan Sener ihre muskulären Probleme aus dem Spiel gegen Mönchröden in den Griff bekommen. Definitiv fehlen werden Maximilian Tranziska und auch Stammkeeper Luis Krempel, beide sind beruflich verhindert. Für Krempel wird erstmalig der Ex-Frohnlacher Michael Krug zwischen den Pfosten stehen.

FC Coburg (Aufgebot): Krug/ETW Thaci – Kirchner, G. Sener, A. Guhling, Knie, Dilauro, Özdemir (?), McCullough, S. Sener (?), Civelek, Heinze, T. Oikonomides, König, Höhn, Sam, Siller, Carl.

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FC Sand (19.; 3 Punkte) – SV Friesen (13.; 26 Punkte)

Nach drei unglücklichen Niederlagen gegen Widersacher aus gehobenen Tabellenregionen zog der SV Friesen am vergangenen Wochenende die Reißleine. Durch einen diszipliniert herausgespielten 2:1-Arbeitssieg gegen die Freien Turner Schweinfurt im Frankenwaldstadion verließen die Mannen von Trainer Peter Reichel die Relegationsränge. Am Samstag um 14 Uhr wollen sie beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Sand nachlegen. Hier geht´s zum Livestream:

„Gegen die auf Tuchfühlung zu Platz drei befindlichen Schweinfurter haben wir kaum gegnerische Chancen zugelassen und gute Fußballkost geboten. Vor allem deren Goalgetter Dominik Popp hatten wir super im Griff“, freut sich der SVF-Coach. Als X-Faktor hat sich dabei Mittelfeldmotor Noah Schorn erwiesen, der nach einmonatiger Verletzungspause in der 72. Minute eingewechselt wurde und sieben Minuten später den entscheidenden Treffer beisteuerte. „Er kam, sah und siegte“, so der Kommentar seines Trainers.

Was Prognosen betrifft, ist dieser vorsichtig. Im ersten Aufeinandertreffen fegten seine Jungs den personell gebeutelten Bayernligaabsteiger Sand mit 8:1 vom Platz. Doch dieser zeigte nach einer schier endlosen Durststrecke in seinen drei zurückliegenden Partien gegen Konkurrenten, die zur Crème de la Crème der Liga gehören, einen deutlichen Aufwärtstrend, auch wenn sich dieser noch nicht in Punktgewinnen widerspiegelte. Peter Reichel: „Das Ganze wird kein Selbstläufer werden. Wir dürfen nicht glauben, dass wir locker flockig vom Hocker die Punkte mitnehmen können, sondern müssen konzentriert agieren.“

Zwei wichtige Akteure im Defensivverbund muss er ersetzen. Außenverteidiger Nikolai Altwasser fällt wegen einer gravierenden Knieverletzung bis zur Winterpause aus, Andreas Baier ist krank.

SV Friesen (Aufgebot): Bauerschmidt/ETW Preißler – Graf, Bachinger, Pflaum, Sesselmann, F. Müller, Daumann, Firnschild, J. Müller, Nassel, Schorn, Schülein, Gerold, Hergenröther, Fehn, Renk, Appelius.

DJK Dampfach ( 9.; 29 Punkte) – TSV Mönchröden (12.; 26 Punkte)

Der TSV Mönchröden steht nach der ersten Heimniederlage der Saison gegen Coburg nur noch zwei Punkte vor den Relegationsrängen. Umso wichtiger also, nach vorne zu blicken und vollen Fokus auf die nächsten Spiele zu werfen. Auch wenn das Derby verloren ging, wollen die „Mönche“ die positiven Aspekte aus dieser Partie mitnehmen und mit voller Konzentration erneut das auf den Platz bringen, was in der zweiten Halbzeit gegen Coburg gezeigt wurde: Wille, Ehrgeiz und Kampf. Gastgeber Dampfach ist ein direkter Konkurrent im Tabellenmittelfeld und nur drei Punkte vor dem TSV. Zugute kommen könnte den Mönchrödenern im Aufsteiger-Duell die aktuelle Torflaute der Dampfacher, in den letzten acht Spielen konnte die DJK lediglich fünf Tore erzielen. Der Auftrag von Trainer Thomas Hüttl für sein Team lautet also: „Den Gegner von Anfang an mit allem was wir haben bearbeiten und vorne nicht zu lässig mit den eigenen Chancen umgehen.“

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Das Lazarett des TSV Mönchröden hat einen wichtigen Spieler aufnehmen müssen: Lukas Köhn, der gegen Coburg Ende der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste, bekam unter der Woche die Diagnose Kreuzbandriss. „Mit solchen Rückschlägen wissen wir mittlerweile umzugehen und wir werden auch den Ausfall von Lukas wieder kompensieren“, so Spielleiter Christian Holzmann zuversichtlich. Zurück in den Kader kommt nach langer Pause wieder Abwehrspieler Deren Ciray.

TSV Mönchröden (Aufgebot): Kühn/ETW Bauer – Schoppel, Knauer, Puff, Pleiner, Holzheid, Göhring, Bonengel, Lauerbach, Späth, Jungkunz, Ciray, Ehrlich, Salaske, Hartmann.

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