Fußball-Landesliga Ebersdorf verliert mit 3:5

Applaus trotz Niederlage: Der Ebersdorfer Cheftrainer Dieter Kurth sah eine Aufholjagd seiner Mannschaft. Belohnt wurde sie aber nicht. Foto: Hagen Lehmann

Der SC Sylvia Ebersdorf unterliegt dem Top-Team aus Schweinfurt mit 3:5. Nach einem 0:3-Rückstand kämpft sich die Mannschaft von Dieter Kurth heran – für Punkte reicht es allerdings nicht mehr.

Ebersdorf - Nach einem 0:3-Rückstand gegen Ende der ersten Halbzeit hat der SC Sylvia Ebersdorf gegen den Tabellenführer der Fußball-Landesliga Nordwest, FT Schweinfurt, in der zweiten Hälfte noch einmal zurückgeschlagen. Am Ende verpasste das Team die Überraschung und unterlag mit 3:5.

SC Sylvia Ebersdorf - FT Schweinfurt 3:5 (1:3). Alle guten Vorsätze, die die Heimelf mit ins Spiel genommen hatte, waren bereits nach einer Zeigerumdrehung schon wieder dahin. Ein Freistoß aus dem Halbfeld segelte in den heimischen Strafraum, Abwehrspieler und Torwart waren sich nicht einig, Niklas Reuß nutzte dies und verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf zum frühen 0:1. Die Sylvia-Defensive bekam in der Anfangsphase keinen Zugriff und wirkte nach dem frühen Rückstand völlig verunsichert. Der Tabellenführer setzte nach und im Strafraum der Gastgeber brannte es mehrmals lichterloh. Dennoch hätte in der 14. Minute der Ausgleich fallen müssen. Tayfun Özdemir bediente den völlig blank stehenden Anton Schmidt, doch der brachte den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unter und zielte links neben den Kasten.

Walton zum 0:2

Diese ausgelassene Chance wurde im direkten Gegenzug bestraft. Tyrell Walton wurde diagonal geschickt, schüttelte einige Abwehrspieler ab und vollendete ins lange Eck zum 0:2. Nun schalteten die Gäste einen Gang zurück, ohne dass die Platzherren in dieser Phase gefährlich vors Tor kamen. In der 38. Minute fälschte Sylvia-Verteidiger Sasa Trivuncevic eine flache Hereingabe von links unglücklich ab und der am langen Pfosten lauernde Dominik Popp hatte keine Mühe, den Ball aus einem Meter zum 0:3 über die Linie zu drücken.

Zu diesem Zeitpunkt schien dies die Vorentscheidung gewesen zu sein, zu groß war die Überlegenheit des Tabellenführers im bisherigen Spielverlauf. Doch eine Minute vor dem Halbzeitpfiff führte eine gute Freistoßvariante der Platzherren zum 1:3. Tobias Dalke passte von der rechten Strafraumseite flach und parallel zur Torlinie nach innen und Tayfun Özdemir setzte das Leder in den linken Winkel.

Mit großer Moral kamen die Platzherren aus der Kabine und versuchten dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Die Gäste wurden mehr und mehr in ihre eigene Hälfte gedrängt, wirkten bei Weitem nicht mehr so souverän wie in der ersten Halbzeit und wackelten zeitweise bedenklich in der Abwehr. Im ersten Drittel der zweiten Durchgangs gab es jedoch außer einem 20-Meter-Freistoß von Özdemir, den Keeper Simon Mai sicher parierte, keine zwingende Torchance für die Platzherren. Der Anschlusstreffer zum 2:3 fiel dann in der 67. Minute; Tayfun Özdemir flankte scharf aus dem Halbfeld in den Strafraum und Kapitän Tobias Dalke vollendete nahe des Elfmeterpunktes mit einem wuchtigen Kopfball.

Kalte Dusche

Doch bereits drei Minuten später folgte die nächste kalte Dusche für die Heimelf. Schiedsrichter Klerner aus Lichtenfels, der mit zahlreichen strittigen Entscheidungen mit dazu beitrug, dass die Partie immer hektischer wurde, entschied nach einem Zweikampf 25 Meter vor dem Tor auf Freistoß für Schweinfurt. Dominik Popp trat an und traf ins linke untere Eck, wobei Torwart Pascal Neuber recht unglücklich aussah.

Doch die Platzherren kamen erneut zurück, Lukas Werner zog in der 77. Minute aus 25 Metern ab und sein Fernschuss schlug im rechten Torwinkel ein. Zwei weitere Minuten später stand erneut Schiedsrichter Klerner im Mittelpunkt, als er Christopher Autsch wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz schickte; erneut eine strittige Entscheidung.

Trotz Unterzahl schnürten die Platzherren den Tabellenführer in der Schlussphase in dessen Hälfte ein und sorgten noch für einige brenzlige Situationen im Gästestrafraum. Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr.

Im Gegenteil: Nachdem die Freien Turner eine aussichtsreiche Kontersituation durch Walton liegengelassen hatten, nutzten sie in der Nachspielzeit einen Ballverlust von Sergen Dinc an der Mittellinie durch Benjamin Freund im Nachschuss zum Endstand von 3:5.

Die Statistik

SC Sylvia Ebersdorf: Neuber – Trivuncevic, Rahmani, Tranziska, Dinc, Autsch, Dalke, A. Schmidt (45. Mehmedaj), Werner, F. Carl, Özdemir.

FT Schweinfurt: Mai – Heinze, Mock, Aydin (59. Freund), Reuß (78. S. Werner), Kraus (71. Ganz), Heusinger, F. Reith (53. A. Reith), Dinkel, Walton, Popp.

Schiedsrichter: S. Klerner (DJK Lichtenfels).

Zuschauer: 140.

Tore: 0:1 Reuß (1.), 0:2 Walton (15.), 0:3 Popp (38.), 1:3 Özdemir (44.), 2:3 Dalke (67.), 2:4 Popp (70.), 3:4 Werner (77.), 3:5 (Freund (90.+3.).

Gelb-Rote Karte: Autsch (79.)/–.

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