Fußball-Landesliga FC Coburg belohnt sich nicht

Die Vestekicker müssen in ihrem Auftaktspiel in der Fußball-Landesliga eine bittere 0:1-Niederlage gegen Lichtenfels hinnehmen. Ein Torwartfehler führt zum einzigen Treffer im Derby.

Coburg - Die erste bittere Pille musste der FC Coburg bei seinem Start in die neue Fußball-Saison in der Vorrundengruppe 1 der Landesliga Nordwest schlucken. Die vergangene Woche spielfreien Vestekicker unterlagen im Derby dem 1. FC Lichtenfels mit 0:1.

550 Zuschauer

550 Zuschauer, bestes Fußballwetter und endlich wieder echte Derby- und damit Fußballfeststimmung im Coburger Stocke-Stadion – doch zum Feiern war nach 95 intensiven Minuten nur den Gästen aus Lichtenfels zumute. Katerstimmung hingegen beim FC Coburg, der sich für eine couragierte Leistung nicht belohnte und eine bittere 0:1-Heimniederlage hinnehmen musste.

Torwart Krempel patzt

In einem engen Spiel entschied eine Unaufmerksamkeit von Coburgs Keeper Luis Krempel, der einen Freistoß von Christopher Schaller zum entscheidenden Treffer durch die Handschuhe rutschen ließ. „Das ist unendlich schade, zumal Luis ansonsten ein großartiges Spiel abgeliefert hat“, trauerte Coburgs Coach Lars Müller mit seinem jungen Torhüter, aber auch der vergebenen Chance für einen gelungenen Saisonstart nach.

FC Coburg – 1. FC Lichtenfels 0:1 (0:0). Die Rollenverteilung war nicht wirklich überraschend: Coburg versuchte sich – durchaus erfolgreich – in spielerischen Lösungen und zeigte eine gefällige Spielanlage, Lichtenfels trat zweikampfstark auf und operierte viel mit langen Bällen. Die erste Großchance hatten die Vestekicker, als nach einem wunderbaren Spielzug Tevin McCullough per herrlicher Volleyabnahme nur den Innenpfosten traf (12.). Auf der anderen Seite hatte der im Coburger Nachwuchsleistungszentrum ausgebildete Leon Holzheid zweimal die Gästeführung auf dem Fuß, scheiterte jedoch jeweils am toll parierenden Krempel (19. + 35.). Besonders Coburgs stark aufspielender Neuzugang Aykut Civelek sorgte vor und nach der Pause mehrfach aus der Distanz für Gefahr, hatte das Visier jedoch jeweils nicht genau genug eingestellt.

Das goldene Tor

Das goldene Lichtenfelser Tor fiel dann mehr oder weniger aus dem Nichts, als der genau auf Mann getretene Freistoß des drei Minuten zuvor eingewechselten Schaller den Weg ins Netz fand (64.). Der FCC antwortete mit wütender Offensive und war durch Daniel Alles´ Kopfball (65.), Ricardo Königs Schuss von der Strafraumgrenze (68.) und Civeleks Schlenzer (73.) dem Ausgleich ganz nahe. Gegen aufgerückte Coburger ließ FC-Akteur Lukasz Jankowiak dann die Vorentscheidung liegen, als er frei vor Krempel am Tor vorbeischob (76.). Die hektische Schlussphase brachte weitere brenzlige Situationen, aber keine klaren Torgelegenheiten mehr.

Stimmen

Lichtenfels war letztlich das etwas glücklichere Team, wenn der Trainer der Korbstädter, Oliver Müller, auch „einen verdienten Sieg“ seiner Mannen gesehen hatte. Sein Nachnamenskollege auf der anderen Trainerbank hatte eine etwas andere Sicht der Dinge: „Wir haben eine ordentliche Spielanlage gezeigt und müssen uns halt mit einem Tor belohnen. Nach vorne hat die letzte zwingende Aktion gefehlt.“ Die bittere Coburger Erkenntnis lautet, dass der Unterschied auf der Anzeigetafel für´s Verlieren ausreicht.

FC Coburg: Krempel – Heinze, Civelek, McCullough, Knie (63. Alles), König (77. Sam), Baur, Hartmann, Weinreich, Sener (74. Guhling), Dilauro.

1. FC Lichtenfels: Weise – Schamel (46. Lausch), Mohr (72. Dietz), Funk, Hellmuth, Scholz, M. Jankowiak (61. Kleylein), Holzheid, L. Jankowiak, Zollnhofer (90.+4 Beloch), Schunke (61. Schaller).

Tor: 0:1 Schaller (64.).

Schiedsrichter: Hertlein (Assistenten: Bettecken, Platis).

Zuschauer: 550.

 

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