Fußball-Landesliga-Relegation Ebersdorf handelt sich Hypothek ein

Christian Dreßel
Ebersdorfs Lukas Werner (weißes Trikot) versucht an Felix Lang vorbei nach innen zu flanken. Foto: Heinrich Weiß

Im Relegationshinspiel zur Landesliga verliert der SC Sylvia Ebersdorf gegen FC Eintracht Münchberg mit 0:2. In der ersten Hälfte wackelt die Sylvia bedenklich, fängt sich dann und verliert am Ende trotzdem.

Die Chancen für den SC Sylvia Ebersdorf auf den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga sind stark gesunken. Im Relegationshinspiel der zweiten Runde gegen den FC Eintracht Münchberg mussten die Gastgeber in der Schlussphase zwei Gegentreffer hinnehmen, die ihre Aufgabe am Samstag auswärts doppelt schwer machen.

SC Sylvia Ebersdorf – FC Eintracht Münchberg 0:2 (0:0). Während der FC Eintracht Münchberg im Vergleich zum letzten Spiel unverändert auflief, musste der SC Sylvia im Hinspiel des Relegationsfinales um die Landesligazugehörigkeit seine Mittelfeldakteure Fabian Bergmann und Tayfun Özdemir ersetzen. Für sie rückten Fabian Carl und Fardin Hakimi in die Startaufstellung. Als Erklärung für die schwache erste Halbzeit, in der sich die Sylvia haarsträubende Abspielfehler leistete, können die personellen Veränderungen aber nicht herhalten. Gleich mehrmals lud das Heimteam die Gäste aus dem Hofer Landkreis förmlich ein – doch der FCE konnte daraus kein Kapital schlagen.

Die Gäste drücken

Zwar hatten die Hausherren die erste Torannäherung zu verzeichnen, ein Carl-Abschluss aus der zweiten Reihe konnte FCE-Keeper Mario Möschwitzer problemlos parieren, doch danach drückten die Münchberger dem Spiel ihren Stempel auf. Großes Glück hatte Ebersdorf schon nach vier Spielminuten: Einen langen Ball unterschätzte die teilweise höchst verunsichert wirkende Viererkette völlig, was FCE-Kapitän Thorsten Lang zu einem freien Abschluss am rechten Strafraumeck einlud. Sein strammer Schuss zischte an den Innenpfosten, rollte von dort aber parallel zur Torlinie aus der Gefahrenzone. Nur fünf Minuten später probierte es Lang, der eins um andere Mal von seinem pfeilschnellen Sturmpartner Lucas Köhler in Szene gesetzt wurde, erneut. Diesmal ging sein Weitschuss aber übers Gehäuse, das gleiche galt für den Drehschuss von Timo Frank in der 16. Minute. Ebersdorf verschlief diese Phase völlig, leistete sich zu viele Abspielfehler und behinderte sich zum Teil gegenseitig bei Klärungsversuchen.

Sylvia kommt besser ins Spiel

Bezeichnend für diese desaströsen Minuten: Als sich die Sylvia das nächste Mal dem Tor annäherte, verzog Andreas Böhnlein dermaßen, dass der Ball im Seitenaus landete. Trotzdem kam das Heimteam danach etwas besser in die Partie, ein weiterer Abschluss von Böhnlein (24.) nach präzisen Doppelpass mit Lukas Werner wurde erst in letzter Sekunde von einem Gästebein geblockt. Auf der Gegenseite kam Linksverteidiger Matteo Kolb zwei Minuten später nach einer neuerlichen Köhler-Lang-Kombination aus halblinker Position frei zum Abschluss. Er drosch das Leder jedoch über das Tor. Die nun offen geführte Partie hatte mit einem wuchtigen Distanzschuss von Böhnlein, der nur knapp am langen Pfosten vorbei segelte, ihren nächsten Höhepunkt. Der Sylvia-Stürmer war es auch, der Carl mit einem Außenristpass in der 32. Minute auf die Reise schickte. Der zog anschließend in die Mitte, sein Abschluss mit dem starken rechten Fuß ging aber knapp am Tor vorbei. In der 43. Minute dann die größte Chance der ersten Halbzeit – diesmal wieder für den FCE. Die Bogenlampen-Flanke von Moritz Richter fand den völligen freien Felix Lang am zweiten Pfosten, sein Dropkick verfehlt das Tor aus Nahdistanz aber deutlich.

Özdemir mit der besten Chance

Nach der Pause dann zunächst ein anderes Bild – die Sylvia kam mit deutlich mehr Elan zurück aus der Kabine. In der ersten Viertelstunde nach der Halbzeit gewann sie mehr Zweikämpfe und so nach und nach auch die Spielkontrolle. Doch der letzte Pass war oftmals zu ungenau. Beispielhaft dafür: In der 58. Minute brach Fardin Hakimi nach einem guten Zuspiel durch, sein Zuspiel in die Mitte fand aber nur einen Gästeverteidiger. Münchberg kam in dieser Phase eigentlich nur noch sporadisch vors Heimtor, in der 66. Minute teste Felix Land noch einmal Knauer aus der Distanz. Nach einem tollen Carl-Solo vergab Tayfun Özdemir die beste Sylvia- Chance. Dann die teure Schlussphase für Ebersdorf: Erst konnte Maximilian Tranziska einen Querpass von Köhler nur zum 0:1 ins eigene Tor abfälschen (78.). Dann schob Stefan Stumpf in der 83. Minute nach einem Konter zum 0:2 ein.

Statistik

SC Sylvia Ebersdorf: Knauer – Tranziska, Nana Tonzi, Thiel, Sapienza, Werner, Schmidt (71. Heidenreich), Autsch, Carl, Hakimi (64. Özdemir), Böhnlein.– Schiedsrichter: Arnold (Waldberg). – Zuschauer: 310. – Tore: 0:1 Tranziska (78., ET), 0:2 Stumpf (83.)

 

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