Fußball-Landesliga Schwere Aufgabe für Friesen

Wird sich mit seinen Kollegen auf eine packende Partie einstellen müssen: Friesens Louis Bachinger (in Grün), hier im Spiel gegen Höchberg. Foto: Heinrich Weiß

Der SV Friesen muss in der Qualifikationsrunde der Fußball-Landesliga nach Kahl. Trainer Reichel rechnet sich durchaus Chancen beim Top-Team aus.

Ein hartes Stück Arbeit kommt über Ostern auf die heimischen Vereine der Fußball-Landesliga Nordwest zu. In der Qualifikationsrunde um den Klassenerhalt muss der SV Friesen am Samstag um 16 Uhr beim Spitzenreiter SV Alemannia Kahl Farbe bekennen. Am Ostermontag um 15 Uhr ist das Schlusslicht TSV Kleinrinderfeld im Frankenwald-Stadion zu Gast. Vor einer richtungsweisenden Auswärtspartie steht der SC Sylvia Ebersdorf am Samstag um 16 Uhr bei der TG Höchberg.

In der Aufstiegsrunde will der nach der Winterpause noch nicht in die Gänge gekommene FC Coburg am Samstag um 14 Uhr beim SV Alemannia Haibach verlorenen Boden gut machen. Am Ostermontag ebenfalls um 14 Uhr peilen die Vestekicker im BFV-Verbandspokal vor heimischer Kulisse gegen den TSV Gochsheim die nächste Runde an. Diese wird erst zum Beginn der Saison 2022/23 ausgetragen.

FC Viktoria Kahl – SV Friesen. Kahl hat aus der Vorrunde 17 Punkte mit in den zweiten Saisonabschnitt gebracht, befindet sich aber gegenwärtig nicht in bester Verfassung. Der SV Friesen (10 Punkte) weiß nach zwei witterungsbedingten Spielausfällen nicht so recht, wo er leistungsmäßig steht. Die Frankenwälder, die ein oder zwei Spiele weniger ausgetragen haben als die Konkurrenten des Neunerfelder, rangieren derzeit auf einem direkten Abstiegsplatz. „Wir müssen endlich auch auswärts punkten. Jedes Spiel stellt für uns im Überlebenskampf eine wichtige Station dar“, meint SVF-Coach Peter Reichel.

Seine Recherchen haben ergeben, dass die Gastgeber vom Untermain beim Remis in Memmelsdorf und bei ihrer jüngsten 1:3-Pleite in Gochsheim mit beträchtlichen personellen Problemen zu kämpfen hatten. „Wir müssen die Gunst der Stunde nutzen.“

Am Ostermontag um 15 Uhr kommt aus Friesener Sicht dem Kellerduell gegen den TSV Kleinrinderfeld, der erst einen Zähler auf seinem Konto hat, eine besondere Bedeutung im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf zu.

SV Friesen (Aufgebot): Bauerschmidt/ETW Muhozi – Baier, Bachinger, Pflaum, Mosert, Altwasser, Sesselmann, F. Müller, Kunz, Nassel, Riedel, Roger, Schülein, Do Adro, Firnschild, Graf. – Es fehlen: Daumann, J. Müller, Nützel, Neubauer (alle verletzt).

TG Höchberg – SC Sylvia Ebersdorf. Am Ostersamstag um 16 Uhr wartet auf den SC Sylvia Ebersdorf (11 Punkte) die nächste schwere Auswärtsaufgabe beim in dieser Runde bisher noch sieglosen Tabellennachbarn TG Höchberg (11 Punkte), der mit Ausnahme einer Spielzeit bereits seit 1989 in der Landesliga heimisch ist. Die Elf von Trainer Dieter Kurth hat bei Punktgleichheit ein Spiel weniger ausgetragen als die Unterfranken und somit die Chance, sich bei einem Sieg vom Mitkonkurrenten abzusetzen und näher an die weiter vorne positionierten Mannschaften heranzurücken.

„Auch wenn wir im letzten Spiel gegen Lengfeld trotz Überlegenheit und Chancenplus nicht über ein torloses Remis hinausgekommen sind, gilt es für uns, das Positive aus dieser Partie mit nach Höchberg zu nehmen“, sagt Dieter Kurth. „Wenn wir die kommende schwierige Aufgabe ebenso hochkonzentriert und mit der gleichen Einsatzbereitschaft wie gegen Lengfeld angehen, können wir auch dort etwas mitnehmen, am besten natürlich drei Punkte.“

Die Sylvia wird sich jedoch auf eine starke Gegenwehr einrichten müssen, da Höchberg nach zwei sieglosen Spielen nun seine ersten Punkte einfahren will, um nicht noch weiter nach unten durchgereicht zu werden.

SC Sylvia Ebersdorf (Aufgebot): U. Knauer, ETW Rutz – J. Carl, Dinc, Engelmann, Nana Tonzi, Sapienza, P. Schmidt, Thiel, Autsch, Dalke, Heidenreich, Özdemir, A.Schmidt, Bergmann, Böhnlein. – Es fehlen: F. Carl, Trivuncevic, Werner (verletzt), Tranziska, Filic (verhindert).

SV Alemannia Haibach – FC Coburg. „Nach dem 2:2-Unentschieden gegen den Tabellenletzten Fuchsstadt und der 4:5-Niederlage gegen den Ersten Röllbach sind wir mit der Punktebeute überhaupt nicht zufrieden. Aufgrund der spielerischen Überlegenheit war das eindeutig zu wenig und sieben Gegentreffer waren einfach zu viel“, kritisiert Christian Tremel, der Sportliche Leiter der Vestekicker.

In Haibach gielte es, die vielen individuellen Fehler abzustellen. „Sollte uns das gelingen, wollen wir nicht mit leeren Händen aus dem Landkreis Aschaffenburg heimfahren.“ Die Hausherren stehen ebenfalls unter Druck. Wenn sie noch ins Rennen um die beiden Plätze an der Sonne eingreifen möchten, dürfen sie sich keinen Ausrutscher leisten.

Die Personaldecke beim FCC ist dünn, weil die zweite Mannschaft und die U 19 ebenfalls am Samstag im Einsatz sind.

FC Coburg (Aufgebot): Krempel – Alles, Dilauro, Weinreich, G. Sener, Knie, Hartmann, Civelek, McCullough, König, S. Sener, Sam, T. Oikonomides, Straubel.

FC Fuchsstadt – FC Lichtenfels. Alles im Lot heißt es beim FC Lichtenfels, der in Fuchsstadt favorisiert ist. Der FCL befindet sich auf Rang vier in Reichweite zur Relegation in Richtung Bayernliga.

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