"Man muss dem DFB eins lassen: Der Kontakt zu mir ist irgendwie nie abgerissen. In der letzten Woche ist nochmal ein bisschen Dynamik reingekommen. Wir unterhalten uns sozusagen. Aber es gibt noch nichts zu verkünden", sagte Mertesacker als ZDF-Experte beim WM-Finale - praktisch in Sichtweite von Klopp. Formal würde er in dem Job sogar zum Chef des Bundestrainers werden.
Klopp als Trainer beim FC Liverpool und Mertesacker als Leiter der Jugendakademie des FC Arsenal haben in der Premier League gelernt. In England werden sie hochgeschätzt und Klopp wird sogar verehrt. Das machte Megastar Williams in der turbulenten Expertenrunde klar. "Wir lieben ihn. Er ist der Einzige, der (in England) überhaupt keine Probleme hatte. Wir lieben ihn", schwärmte Williams. Den vorangegangenen Unterhosen-Spruch von Klopp hatte er offenbar nicht mitbekommen.
Denn trotz aller deutschen Fußball-Probleme ist Klopp immer für eine Zote gut - auch eine schlüpfrige. "Als ich ihn das letzte Mal getroffen habe, trug er nur Unterwäsche", sagte er, als Williams zum Interview kam. Das fanden auch Thomas Müller und Mats Hummels neben ihm ziemlich lustig. Details blieb Klopp aber schuldig.
Ernst wird es für ihn ohnehin schnell genug. Im September und Oktober wird nun sein Wirken erstmals bei Länderspielen analysiert werden, wenn Deutschland in der Nations League zuerst in den Niederlanden und dann binnen weniger Tage noch gegen Serbien und zweimal Griechenland antritt.
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Etwas erschrocken habe er festgestellt, dass es nur noch ungefähr "60 Tage" seien bis zum ersten Spiel, erzählte Klopp. Genau genommen sind es 66. Am 24. September kommt es in Amsterdam zum immer brisanten Kräftemessen mit Oranje. Bis dahin muss ein Klopp-Credo greifen: "Zu dem Spiel gehört, dass man sich frei fühlt, dass man überperformen kann und nicht ständig das Gefühl hat: Wir sind nicht gut genug, wir machen es niemandem Recht."