Der 56-Jährige hat sich zuletzt bei einem Krisentreffen in Marokko Rückendeckung seiner Fürsprecher und seines Führungszirkels geholt. Unterstützung gab es auch vom südamerikanischen Kontinentalverband Conmebol. Präsident Alejandro Dominguez bescheinigte dem FIFA-Boss "großartige Arbeit".
Norwegen fordert Infantino zum Rücktritt auf
Die Rufe nach seinem Aus - vor allem in Europa - hören aber nicht auf. "Wir waren ständig besorgt, und jedes Jahr, in jeder Phase des Jahres, gab es einen weiteren besorgniserregenden Schritt. Das Vertrauen ist nun endgültig weg, für Infantino gibt es kein Zurück mehr", forderte Norwegens Verbandschefin Lise Klaveness den FIFA-Boss im "Guardian" zum sofortigen Rücktritt auf. Infantinos Vorgänger Joseph Blatter sieht in ihr schon eine passende Nachfolgerin.
Die FIFA möchte ihren aktuellen Präsidenten aber lieber als Reformer und Vorreiter darstellen. Infantino habe "zu bedeutenden Veränderungen" im Fußball beigetragen, vor allem "den Zugang, die Ressourcen und die Chancen im weltweiten Fußball zu erweitern. Veränderungen stellen zwangsläufig etablierte Interessen infrage. Uneinigkeit über diese Veränderungen kann jedoch keine Versuche rechtfertigen, das demokratische Mandat des FIFA-Präsidenten oder die Institution, zu deren Leitung er gewählt wurde, zu untergraben." Aber das ist die Geschichte, die die FIFA erzählen will.