Was ist in den ersten beiden Staffeln passiert?
Wer die ersten beiden Staffeln schon geschaut hat und eine Auffrischung braucht (mit Spoilern): Bereits zu Beginn der ersten Staffel schwelt der Konflikt um das Thronerbe bei den Targaryens. Im Zentrum stehen Rhaenyra und Alicent, die nach dem Tod des Königs um die Nachfolge streiten. Alicents Sohn Aegon II. sitzt auf dem Eisernen Thron. Doch Rhaenyra erhebt Anspruch darauf, als Nachfolgerin bestimmt worden zu sein.
Der Machtkampf eskaliert immer weiter, sogar Drachen greifen einander an. Es stehen sich zwei Lager aus dem Haus Targaryen gegenüber: Team Schwarz um Rhaenyra und Team Grün um Alicent beziehungsweise Aegon II. Die zweite Staffel endet damit, dass Rhaenyra und Alicent einen geheimen Pakt schließen. Das ist die Ausgangslage für die dritte Staffel.
Worum geht es in der dritten Staffel?
Diese knüpft direkt an die Geschehnisse an. Der Machtkampf zwischen den beiden Lagern wird trotz des Pakts immer blutiger und verselbständigt sich. Das Misstrauen zwischen den Charakteren wächst. Im Gegensatz zu den ersten beiden Staffeln nimmt die Geschichte anfangs richtig an Fahrt auf, das Erzähltempo ist höher und - ohne zu viel zu verraten - kommt es direkt in der ersten Folge zu einer actionreichen Seeschlacht, die die weitere Handlung beeinflusst. Eine vierte Staffel ist bereits geplant.
Lohnt es sich, noch einzusteigen?
Wer als Neueinsteiger neugierig auf die Welt von Westeros ist, dürfte mit "House of the Dragon" einen guten Einstieg in das "GoT"-Universum finden. 18 Folgen (jeweils circa eine Stunde lang) braucht es, um bis zur dritten Staffel aufzuholen. Die sollte man auf jeden Fall schauen, bevor man in die neuen Folgen einsteigt. Aber: Es sind deutlich weniger Episoden als bei der Mutterserie "Game of Thrones", die nach 73 Folgen endete.
"House of the Dragon" eignet sich für Serienfans, die Lust auf Action, Fantasy, gefährliche Drachen aber auch auf ausgiebige Dialoge, Diplomatie und Intrigen haben. Sex- und Gewaltszenen gehören ebenso dazu wie detaillierte Charakterentwicklungen und überraschende Wendungen - ähnlich wie bei "Game of Thrones".
Doch so viel sei gesagt: "House of the Dragon" ist keine Serie, bei der man nebenbei am Handy hängen sollte. Denn große Teile der Handlung erschließen sich durch die Dialoge, die manchmal sogar auf der fiktiven Sprache Hochvalyrisch geführt und dann untertitelt werden.
Welche Ableger gibt es noch aus der "Game of Thrones"-Welt?
Eine etwas leichtere Alternative zu dem doch sehr brutalen Prequel bietet die Serie "A Knight of the Seven Kingdoms", ein unterhaltsamer "Game of Thrones"-Ableger von Anfang des Jahres. Die sechs Folgen über die Abenteuer von Ritter Ser Duncan dem Großen und seinem Knappen Egg laufen bei HBO Max. Sie spielen rund 90 Jahre vor den Ereignissen der Originalserie, sind also in der Zeitlinie zwischen "House of the Dragon" und "Game of Thrones" angesiedelt.