Gauerstadt - Ein Zelt als Ersatzpfarrhaus inklusive hölzernem Plumpsklo: Mit einer ungewöhnlichen Aktion machen Gemeindemitglieder der evangelischen Kirche in Gauerstadt auf ihre Notlage aufmerksam. Seit Monaten ist das denkmalgeschützte Pfarrhaus wegen Schadstoffen unbenutzbar, der Gemeinde fehlt das Eigenkapital für die teure Sanierung. "Wir wollen für Aufmerksamkeit sorgen und Spenden sammeln", erklärt Pfarrer Karl-Heinz Hillermeier. Die vorhandenen Mittel erlaubten nur eine Zeltlösung und eine einfache sanitäre Einrichtung, die aus Beständen von Gemeindemitgliedern zusammengestellt worden sei. "Wir haben einen Eimer und Papier im Klohäuschen, auch einen Hut, falls das Dach mal undicht werden sollte", sagt Hillermeier. "Das ist aber eher symbolisch gemeint und soll zeigen, dass wir nicht viel haben."