Pünktlich vor der Silvesternacht warnen Polizei und Rettungswesen davor, leichtsinnig mit Böllern zu hantieren. „Wir haben in der Silvesternacht 30 Prozent mehr Einsätze als sonst“, sagt Matthias Neuf, Verbandsreferent beim ASB in Coburg. Während in manchen großen Städten wie etwa Köln laut dem Deutschen Berufsverband Rettungswesen viele Stellen nicht besetzt und die Krankenstände hoch seien, sieht Neuf den ASB in Coburg gut gerüstet. „Was wir vorhalten müssen für eine Stadt der Größenordnung wie Coburg, können wir auch leisten“, sagt er. Zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug werden zu Silvester im Einsatz sein. Doch je mehr Unfälle es geben wird, desto länger könne es dauern, bis ein Rettungswagen kommt. Würden etwa durch Böller Augen verletzt oder Finger abgerissen, komme es zu schweren Verbrennungen, müssten diese Patienten in Spezialkliniken nach Erlangen, Suhl oder Nürnberg transportiert werden. Dann dauere es, bis das Fahrzeug wieder zur Verfügung stehe. „An Silvester fahren wir durch, sonst ist meist nachts ab zwei Uhr Ruhe“, weiß Neuf. Zu einem generellen Böllerverbot will er sich nicht äußern, er appelliert aber an die Selbstverantwortung der Menschen, vorsichtig mit Feuerwerkskörpern umzugehen und keinesfalls Böller in Menschenmengen zu werfen.