Gelassenheit hilft Die Hornisse im Auto

Hornissen sind eigentlich ungefährlich – wenn sie plötzlich im Auto auftauchen Foto: picture alliance/Patrick Pleul

Vor Schreck steuert in Neustadt ein Mann in den Graben. Dabei sind diese großen Insekten eigentlich nicht gefährlich.

Wenn eine Hornisse plötzlich im Auto auftaucht, kann das dem Fahrer arg zusetzen. So wie vergangenen Freitag, als ein 59-Jähriger in Neustadt vor Schreck in den Graben fuhr (NP vom 25. April). „Die Insekten können gut vier Zentimeter groß sein“, sagt der Coburger Biologe Frank Reißenweber, „ dazu kommt dieses tiefe Brummen.“ Gefahr geht von den Hornissen aber grundsätzlich nicht aus. „Die Tiere wollen nicht ins Auto und den Fahrer angreifen“, so der Biologe, meistens habe sie der Fahrwind durchs offene Fenster gezogen. Und dann wollten sie eigentlich nur eines: so schell wie möglich wieder heraus. Das gelte auch für Wespen, Bienen , Hummeln und andere Insekten.

Wenn irgendmöglich solle man die Ruhe bewahren und bei nächster Gelegenheit rechts ranfahren, ohne den Verkehr zu gefährden. Danach Fenster und Türen öffnen, dann verschwänden die Eindringlinge meist von selbst. Schwirrten sie an der Frontscheibe entlang, müsse man womöglich etwas nachhelfen, sie ließen sich mit einem Papier oder einer Straßenkarte aber leicht hinausschieben.

Der Stich einer Hornisse sei schmerzhaft, aber nicht gefährlicher als der einer Biene oder Wespe, erläutert Reißenweber. Menschen mache so ein Stich in aller Regel nichts aus. Es gebe aber Ausnahmen: Wenn Menschen allergisch reagieren.

Bei dem Unfall in Neustadt erlitt der Fahrer leichte Blessuren. An seinem Auto entstand Schaden in Höhe von 4000 Euro.

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