Geldregen für Rödental 5,4 Millionen Euro fürs Rathaus von der EU

Insgesamt soll die Sanierung 16,4 Millionen Euro kosten. Das Konzept überzeugt: Die Europäische Union übernimmt deshalb nun knapp ein Drittel der Kosten.

Die Fördersumme beträgt 5,377 Millionen Euro. Foto: picture alliance/dpa

Ein wichtiger Meilenstein für die Generalsanierung und Erweiterung des Rödentaler Rathauses ist erreicht: Am Freitag überreichten Ministerialdirektor Thomas Gloßner von der Bayerischen Staatsregierung und Bernd Endres, Abteilungsdirektor für Planung und Bau bei der Regierung von Oberfranken, der Stadt offiziell den Förderbescheid aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Fördersumme beträgt 5,377 Mio. Euro.

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Bürgermeister Marco Steiner (Freie Wähler) nahm den Bescheid im Beisein zahlreicher Gäste entgegen und betonte die Bedeutung der Förderung für das gesamte Vorhaben: „Mit der Bescheidübergabe ist nun auch der letzte formelle Schritt getan – sie gibt uns die finanzielle Rückendeckung, um unser Rathaus auf den neuesten energetischen Stand zu bringen und gleichzeitig ein modernes, bürgernahes Verwaltungszentrum zu schaffen.“ Das Gesamtvolumen des Sanierungsprojekts beträgt rund 16,4 Millionen Euro. Insgesamt erhält die Stadt Rödental finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 8,4 Millionen Euro von der EU, dem Bund und dem Freistaat Bayern.

Was sagen die Bürger?

Ministerialdirektor Gloßner lobte in seiner Ansprache das Projekt, das die Fachbehörden überzeugt habe. Insbesondere aufgrund der Energieeffizienz und der CO2-Einsparung wurde diese bayernweit außergewöhnlich hohe Fördersumme gewährt. Gleichzeitig mahnte er einen straffen Zeitplan an, um die Förderung fristgerecht abrufen zu können. Auch der stellvertretende Landrat Martin Stingl sprach sich für die Sanierung aus und hob den Klimaschutzaspekt hervor. Er wünscht einen guten Bauverlauf.

Trotz der gesicherten Finanzierung wird die Stadt mit dem Baubeginn noch bis zum Bürgerentscheid am 6. Juli warten. „Wir wollen die Bürger bis dahin umfassend informieren und von der einmaligen Chance der Sanierung überzeugen“, erklärte Steiner. „Die Notwendigkeit der Maßnahme ist für alle Fachleute unstrittig – es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Während das Rathaus modernisiert wird, ist die Stadtverwaltung bereits ins Ausweichquartier in der ehemaligen Verwaltungsetage im 3. OG auf dem Goebelgelände umgezogen. Dort wird sie voraussichtlich zweieinhalb Jahre lang bleiben. Für die Sanierung ist das Architekturbüro Wutke und Hanisch verantwortlich. Projektleiter Christian Wutke plant neben einem lichtdurchfluteten Atrium und der Neugestaltung der Bücherei vor allem moderne Büroräume – unter dem Leitgedanken einer offenen und transparenten Verwaltung.