Gelungenes Comeback Ebern feiert sein Altstadtfest

„Nordbayerns größtes Klassentreffen“ ist zurück: Ebern feiert ausgelassen – und hat diesmal einen ganz besonderen Gast.

Darauf haben alle gewartet: Ebern feiert wieder seine drei tollen Tage. Tagsüber sah es ein bisschen so aus, als ob der traditionelle Duscher noch kommen sollte, am Abend aber klarte der Himmel auf und dem 41. Eberner Altstadtfest war einmal mehr „Kaiser-Wetter“ beschienen. Und das, obwohl – wie Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) zur Eröffnung erklärte – der ehemalige Festwirt Stefan Kaiser mittlerweile „die Seiten gewechselt“ und die Veranstaltung auf Stadtseite als Quartiersmanager mitorganisiert hat. Leicht hatte er es dabei nicht, nachdem Corona die Planungen auch noch in diesem Jahr verzögert hatte und die seit heuer verkürzten Festzeiten obendrein die beliebte Beach-Party verhagelte. Ein abgespecktes Programm erwartete die Besucher, nachdem auch das Kabarett im Rathaushof gestrichen worden war. Ganz leer blieb der Hof aber nicht: Die Musikschule zeigte hier einem überschaubaren Publikum ihr Können. Draußen füllte sich die Partymeile zwischen Grauturm und Marktplatz unterdessen von Stunde zu Stunde mehr: Rund 4000 Besucher sollten es am Samstag am Ende immerhin gewesen sein.

Traditionell wie eh und je gestaltete sich die Eröffnung am Samstagabend mit Festzug, Böller der Eberner Schützen und dem Eberner Blasorchester. Während andernorts Wein- oder Bierprinzessinnen der Eröffnung beiwohnen, hatte Ebern in diesem Jahr eine ganz besondere Festabordnung: Die frisch vermählte Jessica Ebert war von Trauzeugin Michelle und ihren Brautjungfern kurzerhand nach altem Brauch von ihrer eigenen Hochzeitsfeier in Reckendorf entführt worden. Die Damen schritten nicht nur beim Festzug mit, sondern ließen sich auch das Freibier schmecken, bis Bräutigam Simon seine Braut endlich wieder gefunden hatte. Ein unvergesslicher Tag – für viele.

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