Gemeinderat Großheirath geht ans Eingemachte

Lothar Weidner

Die Gemeinde plant heuer 5,4 Millionen Euro zu investieren. Schulden muss man zwar dafür nicht machen. Allerdings schwinden die Rücklagen.

Großheirath nimmt heuer noch einmal viel Geld in die Hand, um die Gemeinde voranzubringen. Foto: picture alliance / dpa

Nicht ganz so glatt ist der Großheirather Haushalt 2022 mit einer Gesamtsumme von 11,6 Millionen Euro bei der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Bühne gegangen. Drei Räte aus den Reihen der CSU/Bürgerblock stimmten dagegen. Denn nicht alle Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen in Höhe von 5,4 Millionen Euro entsprachen ihren Vorstellungen.

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Dorferneuerung Rossach

In der Tat sieht das Zahlenwerk erhebliche Ausgaben unter anderem für die Dorferneuerung Rossach mit Sanierung der Stützmauer an der Kirche und die Sanierung Hirtenberg und Mittelweg mit Wasser und Kanal vor.

Geld soll auch im Tiefbau ausgegeben werden, so für Vorbereitungen des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße von Buchenrod nach Neuses a. d. Eichen, für die Instandsetzung der Kehrlesgasse, die Sanierung der Hirtenwiese, die Verbindung der Bürgermeister-Jacob-Straße mit der Schulstraße und die Erweiterung der Hans-Rauh-Straße im Gewerbegebiet. Erneuerungen wird es auch geben, so die der Abwasserpumpwerke und des Spielplatzes Brunnleite sowie die des Friedhofes Rossach.

Nach wie vor schuldenfrei

„Dieses enorme Investitionsvolumen bedarf aber keiner Kreditaufnahme“, betonte Kämmerer Marco Rothämel. Allerdings sei eine Rücklagenentnahme von 3,8 Millionen Euro vorgesehen, sodass zum Jahresende nur noch eine knappe Million Euro übrig sei. Kreditaufnahmen könnten vorgesehen werden ab 2023 für den Neubau des Dorfladens mit Kulturscheune in Rossach, wobei diese zwei Millionen Euro betragen könnten.

Zur Finanzierung 2022 trägt auch der Übertrag aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von 665 000 Euro bei. An Investitionszuweisungen werden 875 000 Euro erwartet. Nach wir vor ist die Gemeinde schuldenfrei. An Gewerbesteuern werden 1,4 Millionen Euro erwartet, am Grundsteuern 260 000 Euro, an Einkommensteuern 1,75 Millionen Euro und an Schlüsselzuweisungen 447 000 Euro. Hauptausgabeposten sind die Kreisumlage mit 1,22 Millionen Euro, die Kosten für den Kindergarten (1,2 Millionen Euro) und die Personalkosten (eine Million Euro).

Der Antrag der Freien Wähler, der Grünen und der SPD auf Zuziehung eines Büros zur Beratung und Erarbeitung von Vorschlägen für die Verbesserung der Wasserversorgung fand Gehör bei Bürgermeister Udo Siegel. Er schlug vor, dass zunächst Gutachter Angebote vorlegen sollen, was auch beschlossen wurde. Kritikpunkt seitens der Antragsteller ist der deutlich höhere Kalkanteil des eigenen Brunnenwassers als der des zugekauften FWO-Wassers.