107 Einwohner hat Neuses laut der Homepage der Gemeinde. 57 von ihnen – also mehr als die Hälfte – hat sich in eine Unterschriftenliste eingetragen, welche die Beseitigung einer alten Linde verhindern soll. Diese hat bereits 40 Jahre alt und soll im Zuge der Erneuerung der Ortsdurchfahrt nach Serrfeld verschwinden. Auch gegen die geplante Ausführung der Straßenerneuerung richtet sich der Protest der Bürger. Denn der Kreuzungsbereich Lindenstraße und Tannenbergstraße soll verengt werden, sodass eine Ausfahrt aus der Lindenstraße in die Tannenbergstraße, die nach Serrfeld führt, erschwert wird, vor allem für Traktorfahrer. „Ich warte darauf, bis es das erste Mal knallt“, warnte Gemeinderat Thomas Schmitt aus Neuses, der die Liste während der Gemeinderatssitzung am Montag vorlegte. „Die Tiefbauverwaltung interessiert das nicht“, konterte Bürgermeister Hubert Endres. Die Förderung in Höhe von 40 Prozent sei daran gebunden, dass die Linde wegkommt. Ihn störe die Abwehrhaltung der Neuseser, die „immer dagegen“ seien, wie bei den Themen Urnengräber oder Pfarrhaus.
Gemeinderat Neuses Linde wird zum Zankapfel
Martin Schweiger 05.06.2025 - 16:00 Uhr