Gemeinderat Pfarrweisach erhält offene Ganztagsschule

Simon Albrecht
Die Gemeinde muss für die Ganztagsschule jährlich 6800 Euro aufbringen. Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn/Florian Schuh

Es fehlt nur noch der Beschluss des Schulverbands, dann kann es losgehen. Rund 15 Kindern werden, soweit bisher bekannt ist, hier künftig ein Mittagessen und pädagogische Hilfe bei den Hausaufgaben erhalten.

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er Punkt stand zwar nicht auf der Tagesordnung des Gemeinderates Pfarrweisach, doch ließ unter „Informationen“ Bürgermeister Markus Oppelt (CSU) das Gremium wissen, dass es in der Pfarrweisacher Grundschule ab 1. September eine sogenannte offene Ganztagsschule gibt. Bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im Rathaus ging Oppelt kurz auf das bevorstehende Thema ein, zu dem „nur noch der Beschluss vom Schulverband fehlt“ – alles andere sei „geklärt“. Umfangreiche Verhandlungen, unter anderem mit der Regierung von Unterfranken, seien dem vorausgegangen. Den bis jetzt bekannten 15 Kindern werde dann ein Mittagessen und pädagogische Hilfe bei den Hausaufgaben angeboten. Wegen des Mittagessens habe man sich mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Ebern arrangieren können, informierte der Bürgermeister. Die Gemeinde müsse für die Ganztagsschule jährlich 6800 Euro aufbringen. Ein Beschluss dazu muss in einer der nächsten Sitzungen gefasst werden.

Keine Einwände gegen Solarparks

Gegen die beiden Bebauungspläne der benachbarten Marktgemeinde Maroldsweisach zu den Solarpark-Anlagen Gresselgrund und Allertshausen hatte das Pfarrweisacher Gremium nichts einzuwenden. Allerdings hängte man an den Beschluss an, dass Stromleitungen zu den Verteilerstationen nicht über gemeindliches Grundstück laufen dürfen – über öffentliche wie auch private Grundstücke. Die schon seit langem fehlende Satzung für Urnengräber auf gemeindlichen Friedhöfen sprach zum wiederholten Mal Baureferent Frank Schmidt (CSU) an. „Langsam wird es peinlich“, sagte er, und kritisierte damit indirekt den Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, Dirk Suhl, der eine entsprechende Satzung ausarbeiten wolle. Oppelt bestätigte, dass „Suhl in der Verantwortung steht“, bis jetzt aber keine Zeit gehabt habe, eine Satzung auszuarbeiten.

Für die Friedhöfe in der Gemeinde Pfarrweisach sollen eigene Flächen für Urnengräber ausgewiesen werden, wie schon in der Sitzung des Bauausschusses Ende Mai beschlossen worden war. Die damals angeregte Sitzung eigens zu diesem Thema hat noch nicht stattgefunden.

 

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