Als letzter Zeuge des Verhandlungstages kam der Fahrgast zu Wort, der die Polizei rief. Ihm sei der Beschuldigte aufgefallen und er habe seinen neben ihm sitzenden Kollegen noch gefragt, was der mit Axt und Hammer in dem Zug mache. Nach einer kurzen Konversation mit der 52-Jährigen habe er den Polizeinotruf getätigt. Dann habe er bemerkt, wie der Angreifer neben ihm stand. "Ich habe noch gesagt "jetzt ist er neben mir" und habe aufgelegt. Ab da ist es dunkel bei mir." Der Mann erlitt eine Schädelfraktur. Bei der Zeugenaussage ringt er kurz mit den Tränen. Als der Notruf vorgespielt wird, verbirgt der Beschuldigte sein Gesicht hinter seiner Hand. Später sagt er an den 29-Jährigen gerichtet: "Ich entschuldige mich für das, was passiert ist."
Der 21-Jährige war kurz nach dem Vorfall aus der Untersuchungshaft in eine psychiatrische Einrichtung gebracht worden, wo er seitdem untergebracht ist. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 21-Jährige weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit ist und beantragte seine dauerhafte Unterbringung in der psychiatrischen Einrichtung.
Es sind weitere Prozesstage vorgesehen. Das Urteil könnte im Juli fallen.