German Open Krawietz/Mies scheitern

Das Aus bei ei den German Open in Hamburg kam für Andreas Mies (links) aus Köln und Kevin Krawietz aus Ahorn-Witzmannsberg im Viertelfinale. Foto: IMAGO//Mathias Schulz

Der Witzmannsberger Kevin Krawietz und sein Kölner Partner Andreas Mies müssen bei den German Open in Hamburg vorzeitig die Segel streichen. Sie unterliegen dem britisch-finnischen Gespann Lloyd Glasspool/Harri Heliövaara mit 1:6, 6:7 (0:7).

Nach dem Viertelfinal-Aus in Wimbledon war für die Tennis-Profis Kevin Krawietz (30; Doppel-Weltranglisten-25.) aus Ahorn-Witzmannsberg und Andreas Mies (31; 35.) am Donnerstag auch bei den German Open in jener Runde Endstation. Sie unterlagen beim ATP-500-Turnier am Hamburger Rothenbaum dem Engländer Lloyd Glasspool (28; 41.) und dem Finnen Harri Heliövaara (33; 37.) mit 1:6 und 6:7 (0:7). Im Mai bei ihrem Sieg bei den BMW Open in München hatte das deutsche Duo diese Kontrahenten noch im Halbfinale mit 7:5, 6:3 bezwingen können.

Aufschlag-Hagel

Das Match am Donnerstag begann mit einem Aufschlag-Hagel von Lloyd Glasspool. Mit sage und schreibe gleich drei Assen im ersten Spiel ging das britisch-finnische Gespann über 40:15 schnell mit 1:0 in Führung. Doch auch die French-Open-Sieger von 2019 und 2020 machten von Beginn an klar, dass sie hoch motiviert waren. Kevin Krawietz brachte sein Aufschlagspiel zu null zum 1:1-Ausgleich durch.

Nachdem der Wahl-Münchner und der Rheinländer eine Breakchance im dritten Spiel ausgelassen und Glasspool/Heliövaara auf 2:1 erhöht hatten, wackelte Andreas Mies bei seinem Service und nach 14 Minuten war mit dem 1:3 das erste Break da. Fast wäre den Deutschen bei 40:0-Führung das Rebreak geglückt. Sie holten einen 0:40-Rückstand auf, doch dann verwandelte Lloyd Glasspool mit seinem vierten Ass den Deciding Point zum 4:1. Krawietz/Mies wirkten angezählt, kassierten nach nur 23 Minuten das zweite Break zum 1:5 und nach 25 Minuten war der erste Satz entschieden.

Vier Zu-null-Spiele der Deutschen

Im zweiten Durchgang machte das deutsche Duo mächtig Druck, brachte vier Mal ein Aufschlagspiel ohne Gegenpunkt durch, konnte allerdings bei 2:1-Führung seine Breakchance im vierten Spiel gegen den aufschlagenden Finnen nicht nutzen. Glasspool/Heliövaara blieben dran, vergaben jedoch bei 4:4 eine Breakchance.

Nach einer Stunde und sieben Minuten und 6:6 ging es in den Satz-Tiebreak. Dort lagen die Deutschen nach Aufschlagverlusten von Krawietz und zwei Mal Mies schnell mit 0:5 in Rückstand. Heliövaara machte gegen die resignierenden Gegner mit zwei weiteren Punkten zum 7:0 den Sack zu. Nach einer Stunde und zehn Minuten war die Messe endgültig gelesen.

Die Sieger treffen nun im Halbfinale auf den Frankfurter Tim Pütz (34; 15.) und den Neuseeländer Michael Venus (34; 11.). Jene, an Position 3 gesetzt, schalteten in ihrem Viertelfinalspiel am Donnerstag ohne große Mühe die mit einer Wildcard angetretenen Daniel Altmeier (Kempen; 23; 505.)/Jan-Lennard Struff (Warstein; 32; 144.) aus. Für Krawietz und Mies bleibt als Trost, bereits für den Einzug ins Viertelfinale ein Teampreisgeld von 14 670 Euro kassiert zu haben. Für den Titelgewinn gibt es 108770 Euro und jeweils 500 Punkte für die Weltrangliste.

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