Warnung des Gesundheitsamts Anstieg der Windpocken-Fälle im Kreis Haßberge

In den Haßbergen ist aktuell eine Zunahme von Windpocken-Fällen zu verzeichnen. Wieso das Gesundheitsamt dringend zur Vorsorge rät.

Windpocken sind hochansteckend: Während die Erkrankung bei Kindern oft mild verläuft, können in jedem Alter schwerwiegende Komplikationen auftreten. Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn (Symbolbild)

Angesichts einer steigenden Anzahl von Windpocken-Fällen imLandkreis informiert das Gesundheitsamt Haßberge über Schutzmöglichkeiten sowie Risiken der Infektion – die keineswegs nur eine harmlose Kinderkrankheit sei, wie es in einer Pressemitteilung vom Freitag heißt.

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„Windpocken sind hochansteckend“, heißt es im Schreiben der Behörde. Während die Erkrankung bei Kindern oft mild verlaufe, können in jedem Alter schwerwiegende Komplikationen auftreten. Dazu gehören bakterielle Hautinfektionen, Lungenentzündungen und Entzündungen des Gehirns und als Spätfolge Gürtelrose.

Besonders gefährdet sind Säuglinge, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Für Ungeborene besteht bei einer Infektion der Mutter ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen oder Fehlgeburten. Eine Infektion rund um den Geburtstermin kann für Neugeborene sogar lebensbedrohlich sein.

Impfung als wirksamster Schutz

Die Windpockenimpfung bietet einen sehr zuverlässigen Schutz, so das Gesundheitsamt Haßberge. Schon mit zwei Impfungen im Kindesalter können Kinder vor der Erkrankung geschützt werden – und auch Jugendliche und Erwachsene, die noch keine Windpockenerkrankung durchgemacht haben, profitieren von der Impfung.

In seltenen Fällen können geimpfte Kinder oder Erwachsene zwar dennoch an Windpocken erkranken, in der Regel verläuft die Erkrankung dann aber sehr mild, mit weniger hohem Fieber und schwächeren Hautausschlägen als bei Ungeimpften. Mit schweren Verläufen und Komplikationen ist bei Geimpften nicht zu rechnen.

Spätfolge Gürtelrose

Wer einmal die Windpocken hatte, trägt das Virus lebenslang im Körper. Bei einer späteren Reaktivierung – oft ausgelöst durch ein geschwächtes Immunsystem im höheren Alter – entsteht die Gürtelrose. Diese äußert sich durch schmerzhafte Bläschenausschläge und kann zu dauerhaften Nervenschmerzen führen, welche die Lebensqualität massiv einschränken. Gegen diese Spätfolge gibt es für Erwachsene ebenfalls eine wirksame Impfung.

Das Gesundheitsamt Haßberge empfiehlt daher allen Bürgerinnen und Bürgern den eigenen Impfschutz sowie den ihrer Kinder zu prüfen:

• Sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt über die Windpockenimpfung

• Lassen Sie sich in Ihrer Hausarztpraxis zur Impfung gegen Gürtelrose beraten

Für weitere Fragen und Informationen rund um das Thema Impfen und Infektionsschutz steht das Gesundheitsamt Haßberge per Mail gesundheitsamt@hassberge.de oder telefonisch (09521/ 27 400) gerne zur Verfügung.