Gesundheitsversorgung in Coburg Neubau des Klinikums nimmt Fahrt auf

Sana hat nun einen Generalplaner für den Neubau des Coburger Krankenhauses beauftragt. Der Baubeginn ist fürs Jahr 2028 vorgesehen.

Optimismus zum Planungsgespräch: Dirk Rohde (Projektleiter der Sana Immobilien Service GmbH), Cluster-Geschäftsführerin Melanie John, Maximilian Ludes (Geschäftsführer Ludes Architekten-Ingenieure) und Projektmanagerin Miriam Hanloh. Foto: SKOF

Mit der Beauftragung der Ludes Architekten-Ingenieure GmbH als Generalplaner erreicht das Neubauprojekt des Sana Klinikums Coburg einen weiteren wichtigen Meilenstein. Der Baubeginn ist laut Pressemitteilung für 2028 vorgesehen, der Umzug des Krankenhausbetriebs für den Jahreswechsel 2033/2034.

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Der geplante Neubau des Sana Klinikums Coburg schreitet demnach planmäßig voran. „Mit Ludes konnte ein Generalplaner gewonnen werden, der über eine ausgewiesene Expertise im anspruchsvollen Bereich des Klinikbaus verfügt und damit die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige und termingerechte Umsetzung des Großprojekts mitbringt“, heißt es in dem Schreiben weiter.

„Mit der Beauftragung von Ludes als Generalplaner setzen wir konsequent den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem modernen, zukunftsfähigen Klinikum für die Menschen in Oberfranken und Südthüringen“, sagt Melanie John, Cluster-Geschäftsführerin der Sana Kliniken Oberfranken. „Seit der Übernahme durch die Sana Kliniken AG verfolgen wir diesen Zeitplan mit großer Konsequenz – und dass soll auch so bleiben. Unser Ziel ist eine zukunftsfeste medizinische Versorgung für die gesamte Region.“

550 stationäre Betten und 38 tagesklinische Plätze

Das Neubauprojekt habe eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Das Klinikum Coburg gehörte seit 2008 zum länderübergreifenden Regiomed-Verbund. Als die Regiomed Kliniken GmbH 2024 Insolvenz anmeldete, übernahm die Sana Kliniken AG die Standorte Coburg, Lichtenfels und Neustadt bei Coburg. Seit dem 1. November 2024 firmieren die Häuser als Sana Kliniken Oberfranken.

Trotz der insolvenzbedingten Überarbeitungen der Planungsgrundlagen habe Sana das Neubauprojekt von Beginn an entschlossen vorangetrieben. In enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie der Regierung von Oberfranken wurde die Bedarfsfeststellung durch den Krankenhausplanungsausschuss erfolgreich abgeschlossen: Mit Bescheid vom 23. Mai 2025 sind für das neue Klinikum 550 stationäre Betten sowie 38 tagesklinische Plätze – in den Bereichen Schmerztherapie, Geriatrie und Dialyse – als bedarfsnotwendig festgesetzt worden.

Ein Gesundheitscampus für die Region

Entstehen soll das neue Klinikum auf dem Areal der ehemaligen BGS-Kaserne im Coburger Norden – der sogenannten Lauterer Höhe. Das Kerngebäude mit rund 78.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche und circa 37.000 Quadratmetern Nutzungsfläche werde das Herzstück des Gesundheitscampus bilden. Geplant seien daneben ein Gesundheitszentrum mit MVZ, ambulanter Dialyse, Strahlentherapie und Pathologie, ein Bildungszentrum sowie ein Parkhaus.

Das Leistungsspektrum des neuen Klinikums sei breit aufgestellt: Neben einer modernen Notaufnahme, sieben OP-Sälen (darunter ein Hybrid-Saal) umfasst es unter anderem eine Intensivstation (ICU), eine Intermediate-Care-Einheit, eine Stroke-Unit, Palliativmedizin sowie Akutgeriatrie. Für das Gesamtprojekt werde eine Förderquote von etwa 75 Prozent erwartet, wobei konkrete Aussagen erst im weiteren Verlauf getroffen werden können. Die Aufnahme in das Jahresbauprogramm ist bereits im Jahr 2023 erfolgt. Der Freistaat stehe ungeachtet des Trägerwechsels klar zu seiner Förderungszusage.

Straffer Zeitplan – nächster Meilenstein noch in diesem Jahr

Die Zeitschiene bleibe dabei überaus ambitioniert. Nach der nun erfolgten Beauftragung des Generalplaners wird das vorliegende Funktions- und Raumprogramm unmittelbar in eine Vorentwurfsplanung überführt. Als nächster Meilenstein ist laut Schreiben die Fertigstellung des Vorentwurfs und seine Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken im Herbst 2026 avisiert. Anschließend soll die Bau- und Ausstattungsplanung erarbeitet und der Fördermittelantrag beim Freistaat Bayern bis August 2027 gestellt werden.

Der Baubeginn ist demzufolge für 2028 vorgesehen. Nach einer kalkulierten Bauzeit von rund 60 Monaten soll das neue Sana Klinikum Coburg Ende des Jahres 2033 fertiggestellt sein; der Umzug des Krankenhausbetriebs ist für Anfang 2034 geplant. Somit wird das neue Klinikum für die Bevölkerung in Oberfranken eine hochmoderne, zukunftssichere stationäre Versorgung sicherstellen.