Vielleicht beim Versuch, sich hochzuziehen. Mit teils akrobatischen Verrenkungen versuchten Besucher oft, ihren Aufkleber an noch freie Stellen zu bringen - oder ein spektakuläres Selfie nah am Abgrund zu schießen. Oben herrscht oft Gedränge - und der kurze steile Weg von der Bergstation zum Gipfel ist nicht ohne Gefahr. Oft liegt Schnee, der Fels ist von vielen Besuchern glatt gescheuert. Mancher trägt Turnschuhe oder ungeeigneteres Schuhwerk.
Zweit-Kreuz für Sticker
Um Gästen eine sichere Möglichkeit zu geben, Aufkleber anzubringen, hat die Bayerische Zugspitzbahn an der Bergstation ein kleineres Kreuz nach dem Abbild des Originals aufgestellt, das - golden foliert und lackiert - beklebt werden darf.
Bisher sei die Resonanz verhalten, nur wenige Sticker seien auf der Rückseite geklebt worden, sagt Laura Schaper. "Wir wollen jetzt unsere Gäste noch deutlicher dazu einladen, ihre Aufkleber an dem zweiten Kreuz anzubringen."
Neuschnee schafft beste Bedingungen - Sorge um den Gletscher
Fast zeitgleich mit der Ankunft des echten Kreuzes am Gipfel liefen die Lifte am Zugspitzplatt an - bei besten Bedingungen, wie Schaper berichtet. In den vergangenen Tagen hatte es geschneit. "Das hat den Pisten gutgetan, so dass wir jetzt mit 60 Zentimetern Naturschnee in die Saison starten." Der Andrang sei groß. "Es läuft alles gut. Wir freuen uns auf eine hoffentlich schneereiche Saison."
Auch für den Skibetrieb hier oben wird allerdings der Klimawandel spürbar. Unklar ist, ob der Platt-Schlepplift laufen kann. Denn mit dem Abschmelzen des Nördlichen Schneeferners - einer von vier letzten deutschen Gletschern - ist der Ausstieg bei wenig Schnee zu steil für die Skifahrer. In der vergangenen Saison lief der Lift erstmals gar nicht.