Girls- und Boys-Day Haßberge „Typische“ Berufe gibt es nicht

Am „Girls- & Boys-Day“ lernen Mädchen Jobs kennen, die „normalerweise“ Männer ausüben, Jungs schnuppern in Berufe, die üblicherweise Frauen ausüben. So auch am Landratsamt in Haßfurt.

Spannender Einblick in den Beruf des Straßenwärters: Pflastern macht auch den Mädchen Spaß. Viel Spaß hatten derweil die Schüler zusammen mit den Auszubildenden bei der „Verwaltungsstaffel“. Foto: Henri Nicklaus/Angelika Berthold, Landratsamt Haßberge

Auch das Landratsamt Haßberge hat kürzlich wieder am „Girls’ & Boys’ Day“ teilgenommen – einem Tag, an dem Schülerinnen Berufe kennenlernen können, in denen traditionell mehr Männer arbeiten – und Schüler die Berufe, die üblicherweise mehr von Frauen besetzt sind. So erhielten dann auch 15 Jungen Einblicke in die Berufsbilder des Verwaltungsfachangestellten und des Kaufmanns für Büromanagement, während die 15 Mädchen sich mit den Aufgabenbereichen der Fachinformatikerin für Systemintegration und der Straßenwärterin beschäftigten.

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Am Vormittag bot die Ausbildungsleiterin Angelika Berthold ein abwechslungsreiches und praxisnahes Programm. Unterstützt wurde sie dabei von Auszubildenden des Hauses, die mit viel Einsatz durch den Tag führten. Nach einem lockeren Kennenlernen startete der Tag mit einer Vorstellung sämtlicher Ausbildungsangebote des Landratsamtes. Danach ging es mit dem Tagesprogramm los.

Mädchen pflastern, Jungs sind im Büro

Die Mädchen, die den Beruf der Straßenwärterinnen kennenlernen wollten, hatten die Möglichkeit, verschiedene Tätigkeiten wie Pflasterarbeiten am Kreisbauhof selbst auszuprobieren. Zudem wurden ihnen die Geräte und Maschinen vorgestellt sowie die Baustellenbeschilderung nähergebracht. Den IT-interessierten Mädchen wurden von den Fachinformatiker-Azubis gezeigt, wie man einen PC auseinander baut und wieder zusammenbaut. Ebenso erhielten sie spannende Einblicke in die technische Infrastruktur der Behörde.

Mit den Jungs, die sich für die Verwaltung bzw. das Büromanagement interessierten, wurde unter anderem eine „Verwaltungsstaffel“ durchgeführt, bei der durch die Simulation von täglichen Fallbearbeitungen die verschiedenen Verwaltungstätigkeiten des Landratsamtes nähergebracht wurden. Neben einem „Berufe-Speed-Dating“, bei dem die Jugendlichen in kleinen Gruppen mit Auszubildenden ins Gespräch kamen und mehr über deren Ausbildungsberufe erfuhren, fand auch noch ein Frage-Bingo statt.

Mit einer Hausrundführung wurden die Jugendlichen durch verschiedene Stationen des Landratsamts geführt – vom Gesundheitsamt, einer der Außenstellen der Behörde, bis ins Bürgerbüro. Zum Abschluss kamen alle Teilnehmenden in einer Feedbackrunde noch einmal zusammen und hatten die Möglichkeit, ihre Eindrücke zu schildern.