Glasfaser in Sonnefeld Schnelles Internet für Hassenberg kommt jetzt

Sonnefeld startet mit dem Glasfaserausbau in Hassenberg. Der Spatenstich markiert den Beginn eines Millionenprojekts. Was bedeutet das für die Anwohner?

In Hassenberg wird zuerst das Glasfaserkabel verlegt. Dann folgen weitere Ortsteile der Gemeinde Sonnefeld im Landkreis Coburg. Foto: picture alliance/dpa/Matthias Rietschel (Symbolbild)

Gute Nachrichten für viele Haushalte in Hassenberg: Nachdem das Rathaus den positiven Bescheid für die Förderung des Breitbandausbaus erhalten hat, geht’s direkt im östlichen Ortsteil der Gemeinde Sonnefeld los. Das bayerischen Gigabit-Förderprogramms (BayGibitR) stellt die Finanzierung in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Damit werde ein Großteil der Gemeinde mit zukunftssicherer Glasfasertechnologie (FTTB: Fiber to the Building) versorgt, heißt es in einer Pressemitteilung des Rathauses.

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„Schnelles Internet für Bayern“ kommt in Hassenberg an

Der Ausbau erfolge im Betreibermodell und werde durch das Programm „Schnelles Internet für Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen und für Heimat unterstützt. „Die Gesamtprojektkosten belaufen sich laut Ausschreibung und Angebot der Baufirma KLB Heilemann auf 2.270.190 Euro netto“, berichtet das Rathaus.

Der aktuelle Ausbau, aufgeteilt in zwei Lose, umfasse 404 Adressen in der Gemeinde Sonnefeld, was etwa 23 Prozent aller Adressen entspricht. Im Fokus des ersten Loses stehe Hassenberg mit rund 176 Adressen, was etwa 60 Prozent des Ortsteils ausmacht. „Die verbleibenden Adressen in Hassenberg sollen zu einem späteren Zeitpunkt über eine Bundesförderung erschlossen werden“, berichtet die Gemeindeverwaltung.

Mit dem Spatenstich startet Hassenberg ins Glasfaser-Zeitalter (von links): Siegbert Reuther (Geschäftsführer bei Reuther Glasfaser), Christine Anskat (Bauamt Sonnefeld), Thomas Engel (Regierung von Oberfranken), Bürgermeister Michael Keilich, Patrick Heilemann (KLB Heilemann) und Sven Pol (Projektleiter bei Reuther). Foto: Gemeinde Sonnefeld

Das zweite Los umfasst 228 Adressen und damit Firmelsdorf, Weischau, Neuses am Brand komplett sowie die restlichen, noch nicht angeschlossenen Haushalte von Gestungshausen.

„Nach Abschluss dieser Ausbaustufe wird der Anteil der direkt mit Glasfaser versorgten Adressen in Sonnefeld von aktuell 17 Prozent auf 40 Prozent steigen“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Gigabitversorgung inklusive TV-Kabel der Gemeinde werde damit 84 Prozent erreichen. Weitere Förderungen für andere Ortsteile wie Bieberbach, Wörlsdorf und Hassenberg-Südwest werden derzeit geprüft.

Während der Ausbauphase kann es für die Anwohner allerdings zu Einschränkungen kommen: „Insgesamt werden 10.240 Meter Trasse erschlossen. Davon entfallen 8.620 Meter auf Arbeiten mit Oberflächenwiederherstellung und 1.620 Meter auf Verlegungen ohne Oberflächeneingriff“, heißt es im Schreiben.

Bürgermeister Michael Keilich (CSU) zeigte sich hocherfreut über den Baubeginn: „Der heutige Spatenstich ist mehr als nur ein symbolischer Akt. Er ist das sichtbare Zeichen, dass wir in Sonnefeld die Weichen für die Zukunft stellen.“