Glasfaserausbau in Kronach Leonet legt Ausbaupläne auf Eis

Da das Interesse der Haushalte und Gewerbeunternehmen derzeit zu gering ist, wird das Telekommunikationsunternehmen Kronach vorerst nicht mit Glasfaser versorgen. Das teilte Leonet am Freitag mit.

Vor allem in den Außenbereichen war die Nachfrage mit bis zu 40 Prozent der Haushalte sehr gut, im innerstädtischen Bereich überwog hingegen eine abwartende Haltung. Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow

Das bayerische Telekommunikationsunternehmen Leonet wird Kronach vorerst nicht mit Glasfaser versorgen. Im Stadtgebiet Kronach sowie in den Stadtteilen Dörfles, Friesen, Höfles, Neuses, Vogtendorf und Ziegelerden war ein eigenwirtschaftlicher Ausbau geplant. Das Interesse seitens der Haushalte und Gewerbeunternehmen ist zum jetzigen Zeitpunkt in Summe aber zu gering, so dass eine wirtschaftliche Tragfähigkeit des Infrastrukturprojektes nicht gegeben ist. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom Freitag mit.

Nach der Werbung weiterlesen

Abwartende Haltung im innerstädtischen Bereich

„Es ist unbestritten, dass Kronach perspektivisch eine Glasfaserinfrastruktur benötigt – Glasfaser ist das einzige Übertragungsmedium, das die digitalen Datenströme der Zukunft bewältigen kann. Allerdings muss Leonet trotz zahlreicher Bemühungen in der Vorvermarktungszeit auch das Votum der Bevölkerung akzeptieren“, erklärt Sascha Sölter, Vertriebsleiter Leonet. „Wir haben die Vermarktungsphase mehrmals verlängert, da ein Interesse seitens der Bevölkerung in Kronach klar ersichtlich ist.

Vor allem in den Außenbereichen war die Nachfrage mit bis zu 40 Prozent der Haushalte sehr gut, im innerstädtischen Bereich überwog hingegen eine abwartende Haltung. Es ist deshalb weder wirtschaftlich tragbar noch gerechtfertigt, alle Straßen im gesamten Stadtgebiet aufzureißen, wenn am Ende nur ein Teil der Bevölkerung davon profitiert und hinter dem Ausbau steht.“