Glosberg Wohltuend zarte Klänge

Der Organist Roberto Seidel und Panflötist Maik Förner faszinierten in der Wallfahrtskirche in Glosberg mit Kirchenmusik, die es in dieser Combo wohl nicht allzu oft zu hören gibt. Foto: /Karl-Heinz Hofmann

Pandemiebedingt finden derzeit ja keine öffentliche Konzerte statt. Doch in Glosberg durften Gläubige dennoch schöner Musik lauschen. Organist Roberto Seidel und Maik Förner an der Panflöte bereicherten einen Gottesdienst.

Glosberg - Ein außergewöhnliches Konzert hat es kürzlich in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt Glosberg gegeben. Der gebürtige Kronacher Roberto Seidel, Orgelvirtuose, Dirigent und Chorleiter, hatte bei seinem ersten Konzert im Juni vergangenen Jahres in Aussicht gestellt, den Menschen in seinem Geburtsort öfters mit Konzerten eine Freude zu bereiten. Am Sonntag in einer Wortgottesdienstfeier hielt er nun schon zum wiederholten Male Wort.

Dem Missionar an der Orgel ist es diesmal gelungen, mit dem 21- jährigen Nachwuchsmusiker Maik Förner aus Wallenfels ein Musikertalent aus dem Frankenwald mit seiner Panflöte als Begleiter zur Orgelmusik zu gewinnen. Maik Förner erlernte als Autodiktat das Panflötenspielen und erfüllte sich damit auch einen Kindheitstraum.

Bereits als Sechsjähriger habe er während eines Urlaubs mit seinen Eltern in Norddeutschland eine Folkloreband gehört. Vom ersten Augenblick sei er von den zarten Tönen der Panflöte fasziniert gewesen. Prompt kam als Weihnachtsgeschenk eine Panflöte, doch leider reichte damals die Luft nicht, um das Instrument zu spielen. Als 16-Jähriger erinnerte er sich wieder an die wohltuenden Klänge und er versuchte es erneut mit einer neuen Panflöte.

Faible für Kirchenlieder

Im Selbstunterricht ließ er nicht locker, bekannte Lieder einzustudieren. Inzwischen erfreut er andere mit seinen Konzerten. Den nun 21-Jährigen haben es vor allem Kirchenlieder angetan, schließlich ist er auch seit mehr als zwölf Jahren Ministrant.

Roberto Seidel wählte im jüngsten Konzert die Lieder für die Liturgiebegleitung. Den Ablauf der Wort-Gottes-Liturgie eröffneten die Instrumentalisten mit dem Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“. Zur Kommunion ließ das Duo das Passionslied nach dem Pascha-Mahl Jesu „Beim letzten Abendmahle“ erklingen. Unter dem Antlitz des Gnadenbildes der Muttergottes Maria im Hochaltar der Wallfahrtskirche spielten die beiden Instrumentalvirtuosen in Huldigung des Patronats das Lied „Schwarze Madonna“ und erzeugten Gänsehautgefühl im Kirchenschiff.

Leider konnten aufgrund der Corona-Pandemie nur eine geringe Anzahl von Gläubigen, mit vorheriger Anmeldung, dieses außergewöhnliche und wohltuende Konzert besuchen. Für die Gläubigen war es dennoch eine Freude, die bekannten Lieder in dieser Instrumentalstruktur zu hören.

Und sie können sich bereits auf das nächste Konzert freuen, denn Roberto Seidel plant schon ein nächstes für 12. Juni mit geistlicher Musik und mit Panflötist Maik Förner.

 

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