Große Pläne „Ja“ zu den Eberner Musiktagen

Peter Rosenberg ist einer der Initiatoren und Organisatoren der Musiktage Ebern. Diese sollen heuer vom 24. bis 26. September stattfinden. Foto: /Rudolf Hein

Peter Rosenberg und Barbara Gemeinhardt, Initiatoren und Organisatoren des Musikfestivals, planen für den diesjährigen September. Bassbariton Dominik Wörner ist dann zum ersten Mal zu Gast.

Ebern - Auf dem Programm der diesjährigen Musiktage Ebern stehen Werke von Beethoven, Schostakowitsch, Mendelssohn Bartholdy, Bruckner, Enescu und Mahler. Mit den „Kindertotenliedern“ von Friedrich Rückert ist der Bassbariton Dominik Wörner zum ersten Mal zu Gast in Ebern.

Sie wollen die Hände nicht in den Schoß legen und abwarten: Peter Rosenberg und Barbara Gemeinhardt, Initiatoren und Organisatoren der Musiktage Ebern, planen trotz Pandemie das Programm für das Musikfestival in der Stadtpfarrkirche Stankt Laurentius in Ebern. Vom 24. bis 26. September soll dieses Festival in diesem Jahr zum fünften Mal über die Bühne gehen. Es sei mehr als eine „Absichtserklärung“, sagt Peter Rosenberg und der frühere Erste Konzertmeister der Bamberger Symphoniker ergänzt: „Wir gehören zu den Mutigen und zu den Optimisten.“

Im vergangenen Jahr erlaubte ein klares und strenges Hygienekonzept, dass die Konzerte in der Stadtpfarrkirche durchgeführt werden konnten. Es war alles ein bisschen kleiner und reduzierter und die Konzertreihe erhielt ein neues Motto: „Klassik contra Corona“. Doch die Resonanz war gut: „Die drei Konzerte waren nahezu ausverkauft“, resümiert Barbara Gemeinhardt.

In diesem Jahr soll nun das Programm gespielt werden, das ursprünglich für 2020 geplant war. Den Auftakt bildet am Freitag, 24. September 2021, die Große Fuge für Streichquartett von Ludwig van Beethoven. Bedingt durch die Corona-Krise war der 250. Geburtstag des Komponisten nahezu untergegangen. „Wir feiern seinen Geburtstag in diesem Jahr und die Große Fuge ist unser Geschenk“, erläutert Peter Rosenberg.

Dann folgen an diesem Abend zwei Stücke für Streichoktett von Dimitri Schostakowitsch und den Abschluss bildet wieder eine Komposition von Beethoven. Der Samstag, 25. September 2021, ist komplett dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy mit einem Streichquartett und einem Streichoktett gewidmet.

Auf das Abschlusskonzert am Sonntag, 26. September 2021, freuen sich Barbara Gemeinhardt und Peter Rosenberg besonders. Es stehen die „Kindertotenlieder“ von Friedrich Rückert in der Vertonung von Gustav Mahler auf dem Programm. Diese Lieder hätten bereits im vergangenen Jahr erklingen sollen und der Sänger Dominik Wörner hatte auch schon seine Zusage gegeben. „Da wir nur in einem kleinen Ensemble gespielt haben, mussten wir auf die Lieder verzichten“, blickt Rosenberg zurück. Doch der renommierte Bassbariton hatte trotz der Absage seine Zusage für dieses Jahr gegeben.

Friedrich Rückert hatte die „Kindertotenlieder“ nach dem Tod seiner beiden Kinder Luise und Ernst im Dezember 1833 und im Januar 1834 geschrieben. Doch sie blieben zu seinen Lebenszeiten vergleichsweise unbekannt. Gustav Mahler wählte aus den insgesamt 428 Gedichten fünf aus und vertonte sie. Die Uraufführung dieser Liedkomposition war 1905 unter seiner Leitung in Wien. In einer Bearbeitung von Peter Rosenberg für Bariton und Streichquartett wird das Rückert-Ensemble gemeinsam mit Dominik Wörner diese fünf „Kindertotenlieder“ aufführen. Zuvor steht das Adagio aus dem Streichquartett von Anton Bruckner auf dem Programm und mit dem Streichoktett des rumänischen Komponisten George Enescu klingt das Konzert am Sonntag aus.

Wenngleich die Perspektiven ungewiss sind, ob im Herbst Konzerte in geschlossenen Räumen stattfinden können, zeigen sich Barbara Gemeinhardt und Peter Rosenberg zuversichtlich. „Wir haben ein wunderbares Programm zusammengestellt und wir freuen uns auf die Konzerte“, fasst es Gemeinhardt zusammen. Sollte ein Live-Konzert vor Publikum nicht möglich sein, dann haben sie und Peter Rosenberg schon eine Alternative im Blick. Vielleicht gibt es dann einen Live-Stream, sodass die Besucher von Zuhause aus die Konzerte hören können. Doch im Moment sind Barbara Gemeinhardt und Peter Rosenberg hoffnungsfroh, dass sie Ende September die Besucher in der Stadtpfarrkirche in Ebern begrüßen können. Schließlich gehören sie zu den „Mutigen und den Optimisten“.

 

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