Großer Bahnhof am Samstag Neustadt feiert neuen Marktplatz

Peter Tischer
Die Marktplatzneugestaltung ist abgeschlossen, nur noch Restarbeiten sind durchzuführen. Die Eröffnung kann am Samstag dann feierlich erfolgen. Foto: Tischer

Lange haben die Neustadter darauf gewartet. Aber am Samstag wird nun endlich die gute Stube „eröffnet“ – obgleich man noch nicht ganz fertig ist.

Was lange währt, ist endlich gut. Na ja, fast eben: Der Marktplatz wird am Samstag mit großem Tamtam eröffnet. „Nicht eingeweiht, denn die erfolgt mit kirchlichem Segen dann, wenn auch das Kirchenumfeld fertiggestellt ist“, stellt Baubürgermeisterin Elke Protzmann heraus. „Und das kann noch etwas dauern.“ Schließlich würden noch archäologische Grabungsarbeiten an der Georgskirche durchgeführt und die Zufahrt zum Haupteingang über den Pfarrgarten ermöglicht.

„Begonnen hat das Ganze 2015 mit der Durchführung eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs“, blickt Protzmann zurück. Im Juli 2016 entschied sich der Stadtrat für den Viertplatzierten, die Arbeitsgemeinschaft Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten aus München und das Büro Architekten Tillner & Willinger ZT aus Wien. Es folgten zahlreiche Beschlüsse. Im Mai 2019 bewilligte schließlich die Regierung die Förderung und noch im gleichen Monat gab der Stadtrat das Okay zur Umsetzung.

„Die eigentlichen Arbeiten starteten genau vor zwei Jahren“, zeigt Protzmann auf. Gehwegbereiche, die Pflasterung eines Teilbereichs, standen als Erstes an. „Dann wurden 2021 die Treppe und die Sitzstufen zwischen Marktplatz und Kirchhang erstellt“, so Protzmann. Schließlich konnten im vergangenen Jahr die Parkplätze eröffnet werden, auch die Zufahrt über Steinweg und die Brunnenstraße ist sichergestellt. Durch diese Teilnutzung erfährt der Marktplatz wieder Leben, was sich auch in der Ansiedelung einer Eisdiele widerspiegelt, deren Eröffnung kurz bevorsteht. Die Treppenanlage zur Kirche und die westliche Marktplatzfläche wurden fertiggestellt.

Im Sommer 2022 wird noch der Ausbau Glockenberg erfolgen sowie die Gestaltung des Kirchhangs, einschließlich der Wasserspielfläche. „Mir gefällt der Bühnencharakter durch die Terrassierung sehr gut“, bilanziert Protzmann. Zudem sieht sie ein gelungenes Miteinander mit dem ebenfalls sanierten Rathaus. Auf dem Platz vor der Mediathek wird auch noch für Beschattung gesorgt. Ein Wort verliert Protzmann zum Ehrenmal: „Der neue Platz wurde in Absprache mit der Kirche so vorgenommen. Ich denke, es ist ein würdiger Platz.“ Die Georg-Langbein-Straße ist im kommenden Jahr dran.

Die Eröffnung der guten Stube erfolgt dann am Samstag mit großem Blasmusik-Spektakel und dem „Tag der Städtebauförderung“ im Beisein von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz. Bayreuth habe schließlich von den sechs Millionen Euro Gesamtkosten 80 Prozent Förderung beigetragen, dankt Protzmann. Dem Bürger wird das erst einmal zweitrangig sein, denn der will feiern und das kann er dann auch zwischen 9.30 und 19 Uhr ausgiebig.

 

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