Großübung Plötzlich raucht’s im Kindergarten

Susanne Deuerling

In Steinwiesen findet eine Großübung der Feuerwehren statt. Ganz bewusst in der Kita, um den Kleinsten die Angst vor Atemschutzträgern zu nehmen.

Viel Rauch, viele Feuerwehrmänner und -frauen sowie viele Einsatzfahrzeuge – all das wird für einen Einsatz der Feuerwehren gebraucht. Das wissen auch die Kinder im katholischen Kindergarten St. Marien in Steinwiesen. Deshalb kommen die Feuerwehren auch jedes Jahr zur Brandschutzerziehung in den Kindergarten, zeigen sich in ihrer Ausrüstung und vermitteln ein Gefühl der Sicherheit, damit die Kleinen keine Angst vor den Masken und Anzügen haben.

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In der diesjährigen Feuerwehraktionswoche wurde diese Brandschutzerziehung nun mit einer Einsatzübung verknüpft, an der die vier Feuerwehren der Großgemeinde Steinwiesen teilnahmen. Steinwiesen Ort als Stützpunktwehr, Neufang, Birnbaum und Nurn. Es wurde ein Brand im Kindergarten angenommen, die Gruppenräume des Igelbaus waren total verräuchert und drei vermisste Personen mussten gesucht werden. Hier kamen die Atemschutzgeräteträger aus Steinwiesen, Neufang und Birnbaum zum Einsatz, die Truppweise das Gebäude betraten. Gleichzeitig wurde ein Löschangriff mit sechs C-Rohren aufgebaut. Aufgrund der guten Ausbildung konnten die drei Verletzten schnell geborgen und in den Garten in Sicherheit gebracht werden. In der Turnhalle war dann noch die Gruppe der Vorschulkinder sozusagen eingeschlossen. Diese wurden von den Atemschutzleuten nach Abzug des Rauches ebenfalls in Sicherheit gebracht.

Für die Kinder und ihre Eltern sowie alle Zuschauer moderierte Kommandantin Kerstin May das Geschehen. So konnten alle die Übung Schritt für Schritt mitverfolgen und sehen, welcher Aufwand doch notwendig ist, um helfen zu können. Sie konnten sich jedoch auch davon überzeugen, wie schnell die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen ihren Einsatz abwickeln. Dies ist auf die Ausbildungsarbeit in den einzelnen Wehren zurückzuführen. Im Einsatz waren 61 Kameraden und Kameradinnen aus Steinwiesen, Neufang, Birnbaum und Nurn. Die Einsatzleitung hatte Marcel Manzer aus Steinwiesen, Kreisbrandmeister Jörg Greser war mit vor Ort und im Einsatz. Die drei „Verletzten“ waren Lena Klinger, Lisa Schmittdorsch und Julia Beierkuhnlein von der Jugendfeuerwehr Steinwiesen. Kommandantin Kerstin May dankte allen für ihr Interesse und der Kindergartenleitung für die Möglichkeit, hier die Bevölkerung durch eine Schauübung zu informieren.

Im Anschluss an die Großübung blieben die Kindergartenkinder und ihre Familien noch zu einem „Picknick mit Rucksackverpflegung“ auf dem Spielplatz des Kindergartens. Außerdem waren kleine Spielstationen für die Kinder aufgebaut.