Grünes Band Mehr Schutz für den Naturschatz

Mit einem neuen Partner soll das Grüne Band noch attraktiver für Touristen und Wanderer werden. Als ersten Schritt soll die Anzahl der Wanderwege reduziert werden

Dennis Peisker von der Stiftung Naturschutz Thüringen will Touristen und Wanderern die Naturschätze des Grünen Bandes näher bringen. In einem ersten Schritt sollen die Wanderwege des Naturschutzgebietes reduziert werden. Foto: Neue Presse/Daniel Vogl

Rottenbach/Eisfeld - Das Grüne Band soll erlebnisreicher für Touristen und Wanderer werden. Mit der Naturparkverwaltung Thüringer Wald als neuen Kooperationspartner will die Stiftung Naturschutz Thüringen die einmaligen Vorteile des Naturschutzgebietes besser herausarbeiten. „Viele Besucher empfinden das Grüne Band als einmaliges Abenteuer in Deutschland, weil es hier beispielsweise Pflanzenarten gibt, die es sonst nirgends mehr zu finden gibt“, erklärt Dennis Peisker von der Stiftung Naturschutz Thüringen.

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Gemeinsam soll nun ein Konzept erarbeitet werden, wie der Naturschutz im Grünen Band verbessert werden kann. „Wir haben hier einen tollen Naturschatz direkt vor der Haustür“, freut sich Naturpark-Führer Ralf Kirchner. „Aktuell inspizieren wir alle Wanderwege und überlegen, ob lange Strecken noch zeitgemäß sind oder ob kurze Wanderwege besser ankommen.“

In einem ersten Schritt soll das bestehende Wanderwegenetz reduziert werden. Aus den 70 Kilometer langen Rundwegen sollen kleine Rundwege für Touren durch das Grüne Band werden. „Wir haben neue Schilder aus Aluminium als Streckenmarkierungen anfertigen lassen, mit denen wir die Wanderer zu den schönsten Stellen im Naturschutzgebiet führen können“, so Kirchner. „Gleichzeitig können wir Touristen lenken und von den Stellen fernhalten, die geschützt werden sollen.“

Das Grüne Band entstand kurz nach dem Mauerfall und verläuft über 126 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Da es für eine einzelne Region unmöglich ist, das 316 Quadratkilometer große Projektgebiet zu betreuen und zu bewirtschaften, ist alle 100 Kilometer ein Gebietsbetreuer der Stiftung Naturschutz Thüringen eingeteilt. „Wir sind froh, einen übergeordneten Ansprechpartner zu haben. Es ist schwierig, die Pflege über die Kreisgrenzen hinweg zu organisieren. Die kommunalen Bauhöfe können das nicht tragen“, erklärte die Schalkauer Bürgermeisterin Ute Hopf stellvertretend für die angrenzenden Gemeinden.

Bei der Frage, wie sich die Kooperationspartner am besten für mehr Naturschutz engagieren können, ist eine gewisse Priorisierung notwendig. „Wir haben überlegt, was unser erstes gemeinsames Projekt sein soll“, so Kirchner. Da die Anzahl der Wanderwege seit der Wendezeit stark gestiegen ist, sollen keine neuen Wege entstehen. Stattdessen sollen die vorhandenen Strecken besser genutzt werden. Dafür werden die Wanderwege beispielsweise mit neuen Bänken ausgestattet, um den Aufenthalt im Grünen Band so angenehm wie möglich zu gestalten.

Um mehr Gäste anzulocken, soll auch das Gastronomieangebot verbessert werden. „Das Grüne Band soll zu einer touristisch erschlossenen Modellregion werden. Bei der zukünftigen Gestaltung sollen alle Akteure aktiv beteiligt werden“, so Peisker. Die Neugestaltung des Streckennetzes samt entsprechender Beschilderung soll nun so schnell wie möglich umgesetzt werden.