Aufgrund der in Summe zu geringen Niederschlägen der letzten Jahre weist die Grundwasserneubildung in Bayern aber schon seit Jahren in Summe ein Defizit auf: Von 2003 bis 2025 ergab sich ein mittleres jährliches Defizit von rund 15 Prozent. Zwar habe das nasse Jahr 2024 zu einer vorübergehenden Erholung geführt. "Diese Erholung war in ihrer Ausprägung jedoch nicht nachhaltig, so dass sich das Defizit in der Grundwasserneubildung nach dem Trockenjahr 2025 erneut vergrößert hat", heißt es im Bericht des LfU.
Grüne fordern Gegenmaßnahmen zur Grundwasserneubildung
Aufgrund des zunehmenden Wassermangels in Bayern fordern die Grünen im Landtag die Staatsregierung zum Gegenlenken auf: Regenwasser müsse wieder in den natürlichen Wasserkreislauf in Bayern zurückgeführt werden. "Unser Grundwasser ist in Gefahr! Die Auswirkungen des Klimawandels nehmen zu, Trockenperioden und Starkregen wechseln sich immer häufiger ab, immer öfter erleben wir fallende Grundwasserstände, ausgetrocknete Bäche und Hochwasser" sagte Ursula Sowa, Fraktionssprecherin für Baupolitik.
Es räche sich, dass die Staatsregierung seit Jahrzehnten einen massiven Flächenverbrauch und die Versiegelung von Böden jahrzehntelang zugelassen habe und das noch immer tue. "Fast nirgends mehr kann Wasser ausreichend versickern, der meiste Regen fließt direkt in die Kanalisation oder gleich in die Bäche und Flüsse. Dann landet der Großteil unseres kostbaren Wassers am Ende im Meer - und ist damit für die Grundwasserneubildung in unseren Böden in Bayern verloren", sagte Sowa.