Coburg - Da sitzt er. Weinend, klagend und anklagend, traurig, wütend und rasend. Vor dem Kreuz am Grab des Vaters. Dem König von Dänemark, der vor gerade mal einem Monat starb. Und der bereits einen Nachfolger an der Seite seiner Mutter gefunden hat: Den Bruder Claudius, der nun Anspruch auf den Thron erhebt. Hamlet, Prinz, Sohn und Neffe, brüllt das Unverständnis darüber in die Welt hinaus, den Zorn über den Inzest, die fehlende Trauer, das rasche Vergessen des Vaters. Dann erscheint ihm nachts dessen Geist, der ihm verrät, dass er nicht an den Folgen eines Schlangenbisses starb, wie Claudius dem ganzen Volk vermitteln wollte, sondern durch ein tödliches Gift. Der dänische Prinz soll ihn rächen und Shakespeares Klassiker „Hamlet“ nimmt seinen verhängnisvollen Lauf.
Hamlet am Landestheater Rasend zwischen Schein und Wirklichkeit
Maja Engelhardt 24.10.2021 - 11:28 Uhr