Handball Coburg geht baden an der Ostsee

Kein Durchkommen: Coburgs Kreisläufer Justin Kurch (rechts) Foto: Iris Bilek

Die Coburger Handballer ziehen beim VfL Lübeck-Schwartau klar den Kürzeren. Sie verlieren das Zweitliga-Spiel am Freitag mit 25:37 (11:18). Trainer Brian Ankersen ist stocksauer.

Der HSC 2000 Coburg hat am Freitagabend in der 2. Handball-Bundesliga beim VfL Lübeck-Schwartau mit 25:37 (11:18) verloren. Die Mannschaft von Trainer Brian Ankersen konnte nicht an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Eine unkonzentrierte Phase gegen Ende der ersten Halbzeit sorgte für einen klaren Pausenrückstand, der letztlich die Vorentscheidung bedeutete.

VfL-Trainer Michael Roth hatte den zuletzt sehr überzeugend spielenden Coburgern vor der Begegnung in der Hansehalle seinen Respekt bekundet. „Wir treffen auf eine starke Mannschaft, die sich in dieser Saison sicherlich selbst weiter oben gesehen hat. Wir müssen mental und kämpferisch da sein und unsere Fans mitnehmen“, sagte der 60-Jährige, der fast auf die gesamte Breite seines Kaders zurückgreifen konnte. Lediglich die Langzeitverletzten Ranke, Potratz und Klockmann standen nicht zur Verfügung. HSC-Chefcoach Brian Ankersen, der weiter auf seinen Torjäger Florian Billek, Rechtsaußen Paul Schikora und Kreisläufer Stefan Bauer verzichten musste, sah seine Mannschaft gut vorbereitet. Beide Trainer erwarteten eine Partie auf Augenhöhe.

Einbruch vor der Pause

Der HSC startete mit Jan Jochens im Tor, Milos Grozdanic und Jakob Knauer auf den Außen sowie Karl Toom, Tobias Varvne, Justin Kurch und Merlin Fuß im Rückraum. Tooms defensiven Part übernahm Jan Schäffer. Die Startphase verlief ausgeglichen. Der Gastgeber setzte wieder konsequent auf den siebten Feldspieler, sodass sich den Coburgern nach Balleroberungen Chancen auf Treffer ins leere Tor eröffneten. Doch scheiterte der HSC gleich drei Mal in Folge, sodass Lübeck mit 6:4 in Führung gehen konnte.

Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, das allerdings so ganz und gar nicht nach der Vorstellung von Brian Ankersen verlief. Beim 10:6 für Lübeck nach 18 Minuten legte der HSC-Trainer die Karte für die Auszeit. Die Ansprache fruchtete aber nicht. Nachdem Grozdanic einen Siebenmeter am Tor vorbei gedonnert hatte, gerieten die Oberfranken sogar mit fünf Toren in Rückstand. Dieser hatte bis zum 13:8 Bestand. Es lief nicht gut für den HSC, der im Angriff zu viele Fehler machte und in der Abwehr nicht konsequent genug agierte. Hinzu kamen Pech und zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen. Coburg verlor nun den Faden und war völlig von der Rolle. Ankersen machte seinem Ärger Luft in einer weiteren Auszeit. Der VfL, bei dem sich Hansen, Versteijnen und Klima treffsicher zeigten, ging mit 18:11 in die Pause.

Luft ist raus nach 40 Minuten

Eigentlich war die Partie damit entschieden. Die Frage war: Würde der HSC noch einmal zurückkommen oder sich seinem Schicksal ergeben? Ankersen brachte Jan Kulhanek im Tor, der gleich mehrfach parierte, sodass Hoffnung aufkam. Die Coburger Aufholjagd begann mit viel Tempo und einfachen Toren zum 19:14. Doch überstanden die Hausherren diese Phase und nahmen das Zepter wieder eindrucksvoll in die Hand. Nach 40 Minuten stand 24:16 an der Anzeigetafel. Der VfL Lübeck-Schwartau lag acht Tore vorne, die Luft war raus. Der HSC bemühte sich zwar, blieb aber glücklos und konnte die deutliche Niederlage nicht verhindern. Es war ein gebrauchter Tag für die Coburger.

Brian Ankersen nahm nach der Klatsche kein Blatt vor dem Mund. „Das war eine absolute Frechheit, was wir heute hier gespielt haben“, polterte der HSC- Coach, der mit der Einstellung nicht zufrieden war.

Statistik

VfL Lübeck-Schwartau: Blaz Voncina (6 Paraden; 24,00 Prozent gehaltener Bälle), Nils Conrad (3/43 Prozent)– Joscha Ritterbach (3), Fynn Gonschor (1), Mex Raguse (5), Kotaro Mizumachi (1), Markus Hansen (5/1), Carl Löfström (1), Paul Skorupa, Martin Waschul, Jan Schult (2), Niels Gerardus Versteijnen (8), Janik Schrader (2/1), Finn Kretschmer (2), Matej Klima (6), Jasper Bruhn (1). – Trainer: Michael Roth. HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (5 Paraden/45,45 Prozent), Jan Jochens (9; 25,71) – Max Preller, Tumi Steinn Runarsson (1), Merlin Fuß (3), Karl Toom (4), Noah Mund, Dieudonné Mubenzem (1), Lukas Juskenas, Jakob Knauer (2), Tobias Varvne (1), Jan Schäffer (2), Felix Dettenthaler (1), Justin Kurch (4), Milos Grozdanic (2/2), Andreas Schröder (3). – Trainer: Brian Ankersen.

Schiedsrichterinnen: Saskia Blunck/Svenja Maczeyzik (Hamburg).

Siebenmeter: 1/2 – 2/3.

Zeitstrafen: 5 – 0.

Spielfilm: 0:1 (2.), 1:1 (2.), 2:2 (4.), 3:2 (7.), 3:3 (8.), 4:3 (9.), 5:4 (12.), 6:5 (12.), 7:5 (13.), 8:5 (17.), 8:6 (17.), 10:6 (18.), Auszeit HSC (19.), 11:6 (20.), 11:7 (21.), 12:8 (21.), 13:8 (22.), 14:8 (23.), 14:9 (25.), 16:9 (27.), 17:10 (28.), 17:11 (29.), Auszeit VfL (29.), 18:11 (Halbzeit), 19:11 (33.), 19:12 (33.), 19:13 (34.), 19:14 (35.), 20:14 (37.), 20:15 (37.), Auszeit VfL (37.), 21:16 (38.), 23:16 (39.), 24:16 (40.), 24:17 (41.), 24:18 (42.), 25:18 (43.), 26:18 (44.), Auszeit HSC (45.), 26:19 (45.), 28:19 (48.), 28:20 (48.), 29:21 (50.), 29:22 (51.), 30:23 (53.), 32:23 (55.), 33:24 (56.), 35:24 (58.), 37:25 (End

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