Handball Coburg verpasst Überraschung

Coburgs Kapitän Andreas Schröder (Mitte) bleibt in der Gummersbacher Abwehr hängen. Foto: Iris Bilek

Die Handballer des HSC 2000 zeigen im letzten Spiel der Zweitliga-Saison eine couragierte Vorstellung. Sie bringen den Meister VfL Gummersbach in eigener Halle an den Rand einer Niederlage.

Der HSC 2000 Coburg hat die Saison in der 2. Handball-Bundesliga am Samstag mit einer 27:29-(12:16)-Niederlage beim Meister und Aufsteiger VfL Gummersbach abgeschlossen. Die Mannschaft von Trainer Brian Ankersen verkaufte sich im bedeutungslosen Spiel in der Schwalbe-Arena vor 4000 Zuschauern sehr teuer und verpasste eine Überraschung nur knapp. Sie brachte den Spitzenreiter, der in dieser Saison zu Hause noch keinen Punkt abgegeben hatte, vor allem nach der Pause in Bedrängnis.

Die Coburger waren ohne die scheidenden Karl Toom, Lukas Juskenas und Justin Kurch sowie die verletzten Max Preller und Stefan Bauer angetreten. Im Tor stand Fabian Apfel, der seine Sache gut machte. In der ersten Halbzeit hatten die Vestestädter zu viele Fehler produziert und waren mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause gegangen.

Nach dem Wechsel konnten die Gummersbacher, bei denen der im Sommer nach Coburg wechselnde Fynn Herzig zu überzeugen wusste, ihre Führung zunächst behaupten. Doch der ruhig agierende HSC nutzte seine Chancen nun konsequent, kam zum Ausgleich und ging durch Florian Billek beim 24:25 nach 50 Minuten sogar erstmals in Front.

Der VfL wollte seine blütenweiße Heimweste verteidigen und sich vor allem die Meisterparty nicht verderben lassen. Letztlich brachten die Gastgeber ihren knappen Vorsprung in einer spannenden Schlussphase über die Bühne und ließen sich anschließend von ihren 4000 Anhängern feiern.

Statistik

VfL Gummersbach: Martin Nagy, Tibor Vanisevic – Julius Fanger, Ellidi Snaer Vidarsson (3), Julian Köster, Lukas Blohme (5), Alexander Hermann (1), Timm Schneider (2), Fynn Herzig (5), Ole Pregler, Szymon Dzialakiewicz (1), Raul Santos (5), Tom Kiesler, Jonas Stüber, Stepan Zeman (3), Janko Bozovic (4/1). – Trainer: Gudjon Valur Sigurdsson.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Jan Jochens, Fabian Apfel – Tumi Steinn Runarsson (3), Merlin Fuß (1), Julius Siegler, Florian Billek (4), Dieudonne Mubenzem, Jakob Knauer (2), Tobias Varvne (3), Jan Schäffer (6), Felix Dettenthaler (4/2), Milos Grozdanic, Andreas Schröder (4). – Trainer: Brian Ankersen.

SR: Christopher Hillebrand / Stefan Umbescheidt (beide Kaiserau). – Zuschauer: 4000.

Zeitstrafen: 4 – 2.

Siebenmeter: 1/2 – 2/2.

Spielfilm: 2:2 (3.), 6:2 (6.), 6:6 (11.), 9:6 (14.), 13:10 (22.), 16:12 (Pause), 20:16 (39.), 20:19 (43.), 21:21 (45.), 24:24 (49.), 24:25 (50.), 27:25 (56.), 27:26 (59.), 28:26 (59.), 28:27 (60.), 29:27 (Ende).

Autor

 

Bilder