Die Gemeinschaft Stadtbild steht unter neuer Leitung. Der scheidende Vorstand Hans-Heinrich Eidt blickt zurück auf bewegte Jahre und viel Erreichtes.
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Der Vorstand sei insbesondere mehrfach und aufwendig mit der Bewältigung des Hausschwamm-Problems im Haus Viktoriastraße 10 beschäftigt gewesen, berichtete der scheidende Vorsitzende Hans-Heinrich Eidt. Arbeiten hätten noch nicht begonnen, ein Rechtsanwalt habe jedoch Klage gegen die Holzbaufirma eingereicht. Darüber hinaus laufe eine Verhandlung mit der Haftpflichtversicherung des Architekten, so Eidt.
Eine grundlegende Änderung der Besteuerung hat das Finanzamt nunmehr rückwirkend ab 2018 begonnen. Als er das Förderprogramm Volkmann/Stoschek begonnen hatte, habe er mit dem Finanzamt geklärt, dass sämtliche Einnahmen, also auch Mieten nicht versteuert werden müssten, wenn die Mieteinnahmen in vollem Umfang wieder für den Denkmalschutz verwendet werden. Deswegen habe er über Jahre hinweg dem Finanzamt auch immer nur die Einnahmen und Ausgaben mitgeteilt. Nun plötzlich wird diese Vermietung nicht mehr als begünstigter Zweckbetrieb angesehen. Das Finanzamt forderte eine vollständige Abrechnung sämtlicher Mieten mit Einnahmen und Ausgaben, um diese zu besteuern.
Wie bereits in der Einladung angekündigt, erklärte Dr. Eidt seine eine Tätigkeit als Vorsitzender des Vereins für beendet. Nach 45 Jahren, beginnend 1976, sei dies sicher auch gerechtfertigt, betonte der Vorsitzende. „Ich gebe zu, auch etwas müde geworden zu sein. Allerdings habe ich zugesagt, das Förderprogramm, in das ich gut eingearbeitet bin und das doch einigen Zeitaufwand kostet, weiter zu bearbeiten.“ Der Verein steht nach den Worten von Dr. Eidt sehr gut da. Mit Stand 15. Juni 2021 hat er 336 Mitglieder. Im Förderprogramm bearbeitete er inzwischen 324 Förderanträge.
Im Jahr 1973 wurde der Verein gegründet. 1976 übernahm Hans-Heinrich Eidt den Vorsitz. Niemand, er selbst am wenigsten, hätte erwartet, dass dies nun 45 Jahre lang dauern sollte. Die ersten Jahre waren Jahre der heftigen Streitigkeiten. In der Stadt habe die Idee der autogerechten Stadt geherrscht, der alles geopfert werden sollte.
Eine der wichtigsten Entscheidungen sei die Verhinderung des Müllheizkraftwerks neben dem Ketschenanger gewesen. Ähnlich aufregend sei 1970 bis 1988 der Kampf gegen die Osttangente und die Schlossplatztiefgarage gewesen. Als Einzelerfolg bezeichnete Eidt den Einsatz für die Renovierung des Rittersteichschlösschens.
Großen Einsatz habe das erste Spendenprogramm der Firma Brose gefordert, mit dem der Verein von 1987 bis 1995 die Sanierung von etwa 70 Häusern unterstützte , erinnerte Eidt. Eine wichtige Entscheidung trotz erheblicher Bedenken einiger Vorstandsmitglieder sei der Kauf des Hexenturms als Vereinsheim der Gemeinschaft Stadtbild Coburg gewesen. Nach dem Brand in der Herrengasse am 29. Mai 2012 entschieden sich die Gesellschafter der Firma Brose, Christine Volkmann und Michael Stoschek, die vom Brand Geschädigten mit fünf Millionen Euro zu unterstützen. Da jedoch in erster Linie die Brandversicherungen eintraten, blieben vier Millionen Euro übrig, die Stoschek Eidt zur Verwaltung eines Förderprogramms überließ. Von den inzwischen 324 Förder- Projekten seien drei besonders interessant, aber auch zeitaufwendig: Creidlitzer Straße 91, Webergasse 4 und Oberer Bürglaß 15, blickt Eidt zurück. des