Das bestätigt auch Ian Paice, der als einziges verbleibendes Gründungsmitglied auf jeder Deep-Purple-Aufnahme und bei jedem Konzert gespielt hat. "Wenn sich ein Album leicht aufnehmen lässt, dann ist es meistens auch ein gutes Album. Denn dann versucht man nicht verzweifelt, etwas zu finden, was gar nicht vorhanden ist."
Das letzte Deep-Purple-Album?
Der Albumtitel beschreibt übrigens das Geräusch eines Insekts, das auf eine Windschutzscheibe prallt. Anfangs fand Gillan das zu hoffnungslos. "Es klang wie ein endgültiges Ende. Sobald man das Wort hört, denkt jeder: "Das ist das letzte Deep-Purple-Album."" Doch danach sieht es derzeit nicht aus.
Er habe dann an Stephen Hawkings Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" gedacht. "Hawking schrieb, vor dem Urknall habe es nichts gegeben. Ich dachte dagegen: Vielleicht gab es nicht nichts, sondern einfach etwas anderes", sagt Gillan. "Plötzlich war da wieder Licht, Hoffnung und eine neue Herausforderung."
Die Begeisterung der Bandmitglieder über ihr eigenes Album ist berechtigt. Auf "Splat!" präsentieren sich Deep Purple immer noch in bestechender Form. Trotz eines Durchschnittsalters von knapp 73 Jahren klingen die britischen Hardrock-Urgesteine frisch und voller Energie.
Bis Ende des Jahres sind Gillan, Paice und Co. wieder auf Welttournee. Am 19. Juli spielen sie beim Tollwood Festival in München. Im Herbst kommen Deep Purple für sechs weitere Konzerte nach Deutschland.