Haßberge Ein weiterer Todesfall, Inzidenzwert leicht gesunken

Die Infektionszahlen im Kreis Haßberge steigen weiter. Foto: picture alliance/dpa/Ronny Hartmann

Der Landkreis Haßberge hat ein weiteres Corona-Todesopfer zu beklagen. Die Inzidenz ist indes nicht so hoch wie noch an den Vortagen – trotz einer hohen Zahl von Neuinfektionen.

Kreis Haßberge - Das Gesundheitsamt Haßberge hat am Donnerstag 31 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet – und einen weiteren Todesfall. Dabei handelt es sich um einen 87-Jahre alten Mann mit schwerer Vorerkrankung, der in einer Klinik mit Covid-19 verstorben ist. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 71.

Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle beläuft sich laut Mitteilung des Landratsamts auf 2694 (Stand: Donnerstag, 25. März 2021, 15.30 Uhr). 2437 Bürgerinnen und Bürger sind inzwischen wieder genesen. Demnach sind aktuell 186 Personen mit dem Virus infiziert. Zurzeit werden 14 Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon 2 auf der Intensivstation. In häuslicher Isolation befinden sich 626 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 101,9 (Stand: 25. März, 00 Uhr).

Mittlerweile wurden im Landkreis Haßberge insgesamt 178 bedenkliche Corona-Mutanten bestätigt. Bei 165 Fällen handelt es sich um das britische Virus, bei einem um die südafrikanische Variante. 12 weitere Mutationsfälle lassen sich nicht eindeutig definieren. Neben diesen bestätigten Mutanten gibt es noch 14 Verdachtsfälle, hier steht das Ergebnis der Genom-Sequenzierung noch aus.

Bisher rund 6300 Erstimpfungen

Das Landratsamt gab am Donnerstag auch die wöchentlichen Zahlen der Geimpften bekannt: Seit Impfstart im Dezember vergangenen Jahres wurden im Landkreis Haßberge insgesamt 6297 Erstimpfungen und 4037 Zweitimpfungen durchgeführt. Der Betrieb in den beiden Impfzentren Hofheim und Zeil läuft reibungslos. „Wie ein gut justiertes Uhrwerk“, lobt Landrat Wilhelm Schneider und dankt allen Akteuren. „Auch die Zusammenarbeit mit dem BRK-Kreisverband klappt hervorragend.“

Inzwischen werden die Personen geimpft, die in der ersten und auch der zweiten Prioritätsstufe eingruppiert sind. Aus aktuellem Anlass wird darauf hingewiesen, dass alle Impfdosen zu 100 Prozent verimpft werden. „Es bleiben keine Impfdosen übrig; es wird nichts weggeworfen“, betont Daniel Schirmer, Leiter der Impfzentren. Immer wieder kommen Personen abends im Impfzentrum vorbei, die auf Reste spekulieren und hoffen, spontan gegen Corona geimpft werden zu können. „Das macht keinen Sinn. Unberechtigte und nicht angemeldete Personen werden nicht geimpft“, macht Daniel Schirmer deutlich. Sollten tatsächlich aus medizinischen oder andere Gründen keine Impfung erfolgen können, wird die Dosis sofort über Wartelisten an berechtigte Personen aus Berufsgruppen wie Rettungsdienst oder dem Krankenhaus weiter gegeben. „Das Nachrück-Management ist sehr erfolgreich und führt dazu, dass keine Dosis verworfen werden muss“, so Schirmer.

Auch in Bamberg ziehen die Infektionszahlen an

Wie im Kreis Haßberge schon vor einigen Tagen zieht auch im Nachbarlandkreis Bamberg das Infektionsgeschehen deutlich an. Mit 52 Neuinfektionen stieg am Donnerstag die Zahl der aktiven Fälle wieder über die Marke von 300, wie das Landratsamt mitteilte. Die Inzidenzwerte sind auf 58,4 im Landkreis und auf 76,3 in der Stadt Bamberg gestiegen. Betroffen sind besonders die Bildungseinrichtungen. Derzeit sind 16 Gruppen und Klassen in Kindertagesstätten und Schulen betroffen. 30 Infizierte wurden alleine dort gemeldet, mehr als 400 Personen müssen als Kontaktpersonen 1 in Quarantäne. In den meisten Fällen sei die britische Mutation des Virus für diese Infektionen verantwortlich. shu/lra

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