Hassberge Feuerwehr fordert Babyboom

Die aktuelle Politik nehmen die Beiträge beim Faschingsumzug in Memmelsdorf aufs Korn. Die Wüstenwelsberger wollen mehr Nachwuchs.

Memmelsdorf - Geburtenrückgang, der Vorschlag einer Partei, Haschisch zu legalisieren, die Müdigkeit sich am Vereinsleben zu beteiligen, die Pleite von Griechenland und der Pfarrhausneubau, sind die Themen beim Faschingsumzug am Sonntag in Memmelsdorf gewesen.

Die "Gemeindeoberen führten den bunten Faschingszug an. Bürgermeister Helmut Dietz in Frack und Zylinder, flankiert von den Gemeinderäten Dieter Kirstner und Bernhard Schulz, zogen dem Gaudiwurm voran. Die Mädels und Jungs der Itzgrundgemeinde prangerten den Versuch einer Partei an, Haschisch zu legalisieren. "Steuererhöhung immer wieder, das ist uns echt zuwider, doch woll'n sie mehr einkassieren müssen sie Haschisch legalisieren", war auf dem Wagen dieser Gruppe zu lesen und "In der Politik läuft alles gegen unseren Willen, drum setzen wir uns hin und chillen." Ein "Riesenjoint" wurde von einigen jungen Männern dem Motivwagen hinterher getragen.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr zeigten, dass sie dieser gerne angehören und offenbarten auf einem Schild: "Wir haben das beste Hobby." Um zu verdeutlichen, wie wichtig Feuerwehrnachwuchs ist, drückte folgende Aussage aus: "Die Sirenen heulen, es brennt es brennt, doch was ist, wenn keiner rennt." Die Fußballer des SVM hatten die griechische Flagge auf ihrem Wagen. Ihr Motto war die Pleite Griechenlands. "Elf Millionen Griechen bekommen 88 Milliarden und zahlen null zurück, oder "die Griechen haben Mathe erfunden, jetzt sind sie pleite, was lernen wir daraus, Mathe ist nutzlos."

Mit Bollerwagen waren Mitglieder des Gesangvereins Memmelsdorf im Faschingsumzug dabei. "Das alte Pfarrhaus taugt nichts mehr, drum soll jetzt ein neues her." Da sie durch Spenden das Projekt unterstützen, warben sie ihre Konzerte zu besuchen. "Das Vereinsleben geht den Bach herunter, so wird bestimmt kein Dorf mehr munter", oder, "Zum Helfen immer derselbe Klan, dass wirft den Verein ganz aus der Bahn", kritisierte eine Zwergengruppe.

Dass die Geburten zurück gehen, darauf machte die Feuerwehr Wüstenwelsberg mit einem Wagen aufmerksam. Sie forderten im Ort einen Babyboom, um den Feuerwehrnachwuchs zu sichern. "Nachwuchs fehlt der Feuerwehr, drum begrüßen wir die Kleinen sehr." Da es aber offensichtlich zu wenig davon gibt, legten sie nach: "Kinder sind für den Ort ein Segen, doch könnte sich da noch mehr bewegen." Da sich im Ort bei einigen Familien Nachwuchs angekündigt hat, wurde mit folgendem Satz kommentiert: "Bei uns, man glaubt es kaum, gibt es Kinder, es ist ein Traum."

In Wüstenwelsberg hat das Faschingsmotto einen realen Hintergrund. Wegen zu geringer Anzahl an Wehrleuten, wurde bisher der neu gewählte Kommandant noch nicht offiziell bestätigt. Eine Fußgruppe des örtlichen Kindergartens setzte "bunte Tupfer" in die Narrenschar.

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