Kreis Haßberge - Steffen Vogel ist eigentlich nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Aber am Morgen nach dem desaströsen Abschneiden der Union muss er doch mal etwas loswerden. „Es ist zum Heulen“, sagt der Landtagsabgeordnete im Gespräch mit der Neuen Presse, das gebe er ganz offen zu: „Natürlich bin ich nicht zufrieden mit diesem Ergebnis.“ Mittlerweile liege die Union nur noch bei 24 Prozent deutschlandweit, „das kann nicht unser Anspruch sein, weder im Bund noch im Land“, so Steffen Vogel. Und er hat auch einen Schuldigen ausgemacht. „Armin Laschet hat seine persönlichen Ambitionen über das Wohl der Partei gestellt“, fällt Vogel ein hartes Urteil über den Kanzlerkandidaten, den er selbst – auch daraus macht er kein Hehl – nie gewollt hatte. Mit Söder oder auch Merz, da ist sich Steffen Vogel sicher, „wären wir mit Abstand stärkste Kraft geworden“. Die Chancen, da ist er sich sicher, seien so gut wie nie gewesen – nur eben nicht mit diesem Spitzenkandidaten.
Haßberge Geknickte Stimmung bei der CSU
Tanja Kaufmann 27.09.2021 - 16:50 Uhr