Wenn die Kirchenglocken am Gründonnerstag bis Karsamstag schweigen, müssen die Christen auf andere Weise zu den Gebeten und Gottesdiensten gerufen werden. Das tun, einer Tradition folgend, die bis in die Epoche Karls des Großen zurückreicht, die Buben und Mädchen der Eberner Pfadfinder des Stammes Greiffenklau mit ihren Ratschen, wenn sie durch die Straßen ziehen. Zudem ersetzen sie den "Läutdienst" durch Hammerratschen im Glockenturm. Sie kündigen damit die Gebetszeiten und Gottesdienste an. Sieben Gruppen, gut 20 Ratscher, sind heuer unterwegs, um die Bevölkerung gleichzeitig um Eier - oder Geldspenden zu bitten. Ab 8 Uhr bieten sie am heutigen Karsamstag auf dem Eberner Marktplatz 750 gefärbte Ostereier zum Verkauf an. Der Erlös beider Aktionen ist für die Not leidenden Straßenkinder in Chile bestimmt, wobei Bruder Paul Oden, der die Straßenkinder seit Jahren betreut, die Gelder ohne jegliche Abzüge an Ort und Stelle einsetzt. Die Pfadfinder hoffen auch in diesem Jahr wieder auf eine Unterstützung. Foto: Dietz
Hassberge Ratschen ersetzen Kirchenglocken
Redaktion 07.04.2012 - 00:00 Uhr